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Besuch im US-Capitol: Donald Trump mit der künftigen First Lady Melania (li.) sowie dem künftigen Vize-Präsidenten Mike Pence (re.) und Paul Ryan (2.v.r.).

US-Präsident Donald Trump

Das könnte Trumps Regierung werden

Donald Trump ist absoluter Neuling in der Politik. Umso wichtiger werden seine Personalentscheidungen. Für Kabinettsposten sind vorwiegend Trump-Freunde im Gespräch. Frauen tauchen im Schattenkabinett bisher nicht auf.

Nach dem Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentenwahl läuft das Personalkarussell an. Trump braucht nach allgemeiner Lesart einige sehr starke Persönlichkeiten im Kabinett, weil er selbst keine politische Erfahrung hat. Erste Anzeichen sprechen dafür, dass der neue Präsident die Topjobs in seiner Regierung an Republikaner vergeben dürfte, die während des harten Wahlkampfs loyal zu ihm hielten – anders als viele führende Republikaner, die Distanz zu dem früheren Reality-TV-Star wahren. Frauen tauchen im Schattenkabinett bisher nicht auf.

Als Außenminister wird Newt Gingrich gehandelt, rechtskonservativer früherer Sprecher des Repräsentantenhauses und glühender Unterstützer Trumps. Auch der Name von Senator Bob Corker fällt. Er ist derzeit Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Senat. Angeblich denkt Trump auch über John Bolton nach, den früheren UN-Botschafter der USA.

Für den Posten des Verteidigungsministers fallen die Namen von General Michael Flynn und von Senator Jeff Sessions (Alabama).

Als Justizminister und Generalbundesanwalt wird Chris Christie gehandelt, der zeitweise auch mal Vizepräsident werden sollte. Der Gouverneur von New Jersey gilt wegen eines Skandals in seinem Staat („Bridgegate“) aber als politisch schwer angeschlagen. Der am häufigsten genannte Name für diesen Posten ist Rudy Giuliani. Der frühere Bürgermeister New Yorks legte sich ganz besonders für Trump ins Zeug.

Finanzminister könnte Steven Mnuchin werden. Der frühere Banker von Goldman Sachs verwaltete die Wahlkampfkasse des Milliardärs. Er ist politisch unerfahren, aber US-Medien wiesen darauf hin, dass Mnuchin einen Draht in die wichtige jüdische Bevölkerungsgruppe herstellen könnte.

Handelsminister: Wegen Trumps Ankündigung, die Handelsabkommen der USA zu kippen, ist diese Personalie besonders spannend. Als ein Kandidat gilt der Investor und Hedgefonds-Manager Lewis Eisenberg. Auch er hat eine Karriere bei der Investmentbank Goldman Sachs hinter sich, zurzeit arbeitet er als Berater für die weltweit tätige Beteiligungsgesellschaft KKR. Für den Posten wird außerdem der Milliardär und Investor Wilbur Ross gehandelt.

Als Stabschef im Weißen Haus wird Reince Priebus genannt, Parteivorsitzender der Republikaner. Nach anfänglichem Zögern schlug er sich voll auf die Seite Donald Trumps. (dpa/rtr)

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