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Die Keupstraße in Köln war Tatort eines NSU-Attentats. 

Aufruf zur Gewalt gegen Muslime

Rechtsextremistische Flugblätter in Köln verteilt

Aufrufe zur Gewalt gegen Muslime und Hakenkreuze: Wenige Tage vor dem 15. Jahrestag des NSU-Anschlags sind rechtsextreme Flyer aufgetaucht. 

Wenige Tage vor dem 15. Jahrestag des NSU-Nagelbombenanschlags in Köln sind dort Flugblätter mit rechtsextremistischen Inhalten verteilt worden. Die Flyer seien im Ortsteil Mülheim von bislang Unbekannten ausgegeben worden, teilte die Polizei am Freitagabend mit. Einige in unfrankierten Briefumschlägen verpackte Flyer wurden von Anwohnern in deren Briefkästen aufgefunden und von der Polizei sichergestellt. Der Staatsschutz ermittelt.

Neben Aufrufen zur Gewalt gegen Muslime enthalten die Flugblätter laut Polizei auch Hakenkreuzdarstellungen. Verteilt wurden die Flyer demnach zwischen dem 29. Mai und dem 3. Juni - dies sei aber erst jetzt über soziale Medien überregional bekannt geworden.

Straßenfest in der Keupstraße geplant

Am Sonntag ist auf der Mülheimer Keupstraße ein Straßenfest anlässlich des 15. Jahrestags des dortigen Nagelbombenanschlags geplant. Laut Polizei liegen bislang "keine konkreten Gefährdungserkenntnisse" vor. Unabhängig davon würden am Sonntag wie in den Vorjahren Polizeikräfte vor Ort sein, hieß es.

Die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ist für eine Tatserie mit insgesamt zehn Toten und dutzenden Verletzten verantwortlich. Am 9. Juni 2004 hatte ein Nagelbombenanschlag des Terror-Trios die von vielen türkischen Geschäften geprägte Kölner Keupstraße erschüttert. 22 Menschen wurden verletzte, darunter mehrere lebensgefährlich. (afp) 

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