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Demonstration gegen Polizeigewalt und Versammlungsgesetz
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Demonstration gegen Polizeigewalt und Versammlungsgesetz in NRW.

Polizei

Köln: Mehrere Polizisten suspendiert - Verdacht der Körperverletzung

  • VonLukas Zigo
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Ein 59-Jähriger stirbt nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit der Polizei in einer Klinik in Köln – die Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe gegen mehrere Beamte.

Köln – Gegen mehrere Beamte der Polizei in Köln wird wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt ermittelt, nachdem ein 59-jähriger Mann in einem Krankenhaus verstorben war. Die Staatsanwaltschaft teilte am Montag (22.11.2021) mit, die Beamten würden verdächtigt, im April 2021 bei einem Einsatz wegen einer Unfallflucht „übermäßige Gewalt“ gegen den Mann angewendet und ihn verletzt zu haben. Die Beamten im Alter von 24 bis 40 Jahren seien vorläufig vom Dienst suspendiert.

Es soll sich laut eines Sprechers der Staatsanwaltschaft um eine Unfallflucht im Kölner Stadtteil Bickendorf gehandelt haben. Der nun Verstorbene sei nicht der Beschuldigte in besagtem Polizeieinsatz gewesen, sondern habe sich als Angehöriger des Beschuldigten in die Maßnahme eingemischt. Anschließend sei der 59-Jährige in ein Krankenhaus gebracht worden, das er nach ambulanter Behandlung noch am selben Tag verlassen habe. Allerdings sei er im Juni 2021 – nach einem dann zweiwöchigen stationären Aufenthalt in einer Klinik – gestorben. Jetzt wird geprüft, ob der Tod des italienischen Staatsangehörigen im Zusammenhang mit dem Geschehen bei dem Polizeieinsatz steht und ob dieser Widerstand geleistet hatte. Die Polizei in Bonn wurde mit den Ermittlungen betraut.

Polizei Köln: Staatsanwaltschaft prüft, ob es Widerstand gegen die Maßnahme gab

„Was sich dann konkret abgespielt hat, ist Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen.“ Etwa sei noch nicht abschließend geklärt, ob der 59-Jährige Widerstand geleistet habe. Dass es den Vorfall im April gegeben hatte, sei von den Angehörigen nach dem Tod des Mannes gemeldet worden. Die Leiche sei daraufhin obduziert worden.

Weiter Verdachtsmomente tauchten dann im Zuge der Ermittlungen jenseits des konkreten Falls auf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden unter anderem Handys ausgewertet. Nun bestehe gegen einige Polizisten zudem der Verdacht, sich mit anderen Beamten in privaten Chats über dienstliche Vorgänge ausgetauscht zu haben, die strafrechtlich relevant sein könnten.

Köln: Polizisten sollen sich privat zu Diensten verabredet haben, um Beschuldigten mit Gewalt zu begegnen

Unter anderem gehe es dabei um eine mögliche Verabredung zur Anwendung von Gewalt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zum Beispiel sollen sich Beamte zu gemeinsamen Diensten verabredet haben, „um eventuellen Widerstandshandlungen potenzieller Beschuldigter mit übermäßiger Gewalt zu begegnen“. Nun wird ebenfalls überprüft, ob es auch tatsächlich dazu kam.

Zunächst wurden keine Angaben dazu gemacht, gegen wie viele Polizisten ermittelt wird. Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge, handelt es sich ausschließlich um Männer. Es lägen in dem Fall bislang keine konkreten Hinweise auf ein möglicherweise ausländerfeindliches Motiv vor. (Lukas Zigo/dpa)

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