1. Startseite
  2. Politik

Notfallvorräte: Welche Lebensmittel Sie Zuhause haben sollten – Faeser mit Empfehlung

Erstellt:

Von: Lukas Zigo

Kommentare

Bundesinnenministerin Nancy Faeser sensibilisiert die Bürgerinnen und Bürgern für die Wichtigkeit von Notvorräten.

Frankfurt/Berlin – Seit dem ersten Corona-Lockdown am 22. März 2020 spielen Notvorräte in den Einkaufsplanungen eine größere Rolle als zuvor. Nun, angesichts des andauernden Ukraine-Krieges, rät die Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) den Bürgerinnen und Bürgern zur Vorsorge für den Krisenfall. Diese könnten in unterschiedlichen Szenarien hilfreich sein: „Denken Sie zum Beispiel an Cyberattacken auf kritische Infrastruktur“, sagte die SPD-Politikerin dem Handelsblatt.

Die Bundesministerin machte klar, wie wichtig Notvorräte für den Fall sein können, dass wichtige Strukturen ausfallen. „Wenn tatsächlich mal länger der Strom ausfällt oder das tägliche Leben auf andere Art eingeschränkt wird, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen Notvorrat zu Hause zu haben.“

Notfallvorräte anlegen mit Checkliste: Diese Lebensmittel brauchen Sie demnach

In dem Zusammenhang verwies Faeser demnach auf eine vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz veröffentlichte Liste. In dieser heißt es etwa, dass im Haushalt ein Vorrat an Essen und Trinken für mindestens zehn Tage vorhanden sein sollte.

Lebensmittel (10-Tage-Vorrat)Menge
Getränke 2 Liter pro Tag und Person20 Liter
Getreide Getreideprodukte Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis3,5 kg
Gemüse, Hülsenfrüchte4,0 kg
Obst, Nüsse2,5 kg
Milch Milchprodukte2,6 kg
Fisch, Fleisch, Eier, bzw. Volleipulver1,5 kg
Fette, Öle0,357 kg
Sonstiges nach Belieben z. B.Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Salz
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz | Stand: 2. Mai 2022
Notfall-Vorräte
Innenministerin Faeser empfiehlt das Anlegen von Notfallvorräten. © MIS/Imago Images

Nancy Faeser zu Schutzräumen: „Sinnvoll, wenn wir einige davon reaktivieren“

Zugleich betonte die Ministerin die Bedeutung des Zivilschutzes. Dem räume sie eine „hohe Priorität“ ein. „Wir müssen hier auf die Höhe der Zeit kommen, um die vielfältigen Krisen – Pandemien, Klimafolgen, Kriegsgefahren – zu bewältigen.“ Es müsse geprüft werden, welche Schutzvorkehrungen notwendig seien. Darüber hinaus wies sie auch auf die Schwächen des Bevölkerungsschutzes hin. So will sie die Sirenen bundesweit an einem Warntag testen lassen.

Nancy Faeser (SPD), Bundesinnenministerin.
Nancy Faeser, Bundesinnenministerin. © Michael Kappeler/dpa

Das betreffe nicht nur technische Fragen, „sondern auch Vorräte für Lebensmittel, Medikamente oder Sanitätsmaterialien“. In Deutschland gebe es noch 599 Schutzräume. Des Weiteren gebe es welche, die heute anderweitig genutzt würden. „Es ist sinnvoll, wenn wir einige davon reaktivieren“, sagte Faeser. (lz/dpa)

Auch interessant

Kommentare