Barack Obama

Kluft zwischen Schwarz und Weiß überwinden

In den USA hat der Präsidentschaftsbewerber Barack Obama seine Landsleute dazu aufgerufen, die Kluft zwischen Schwarz und Weiß endgültig zu überwinden.

Philadelphia (rtr) - In den USA hat der Präsidentschaftsbewerber Barack Obama seine Landsleute dazu aufgerufen, die Kluft zwischen Schwarz und Weiß endgültig zu überwinden.

Der demokratische Politiker sah sich zu einer Grundsatzrede zu dem Thema gezwungen, nachdem Predigten seines früheren Pastors auftauchten und in der Öffentlichkeit für Aufsehen sorgten.

Darin erklärte Reverend Jeremiah Wright, dass die Anschläge vom 11. September 2001 eine Strafe für die Außenpolitik der USA gewesen seien. Zudem bezeichnete er die Regierung als Quelle von Aids und Amerika als rassistisch.

Obama versuchte am Dienstag mit einer Grundsatzrede die Wogen zu glätten. Dabei distanzierte sich der afroamerikanische Senator aus Illinois von den Aussagen des Pastors. Diese seien zwar nicht einfach nur kontrovers, sondern Ausdruck einer tiefgreifend verzerrten Wahrnehmung des Landes.

Er könne Pastor Wright aber ebenso wenig verleugnen wie die Gemeinde der schwarzen Amerikaner. Aus seinen Erfahrungen als Sohn einer weißen Amerikanerin aus Kansas und einem Kenianer schöpfe er aber die feste Zuversicht, dass die seit Jahren bestehende Rassenkluft überwunden werden könne. Die Menschen könnten sich bei dieser Wahl bewusst gegen eine Politik entscheiden, die Spaltung, Konflikte und Zynismus verursache.

Den Titel für seine Rede "Eine perfektere Union" entlieh sich Obama aus einem Vorwort des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln zur Verfassung, der damit 1861 gegen eine Teilung des Landes in Nord- und Südstaaten eintrat. Obama wäre der erste schwarze US-Präsident.

Seine parteiinterne Rivalen Hillary Clinton begrüßte es, dass sich Obama im Wahlkampf mit dem Thema Rasse befasste. Sie kenne seine Rede zwar nicht, aber auch schwierige Themen wie Rasse und Geschlecht müssten angesprochen werden, sagte die ehemalige First Lady. Clinton wäre die erste Frau an der Spitze der USA. Am Dienstag erhielt sie Unterstützung eines führenden Kongressabgeordneten ihrer Partei.

Der Irak-Kriegs-Gegner John Murtha aus Pennsylvania bezeichnete Clinton als am besten geeignet, um die Fragen rund um den Krieg und die US-Wirtschaft zu lösen.

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