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Klimawandel: Der Welt droht eine dramatische Erderwärmung

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Von: Moritz Serif

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Überschwemmungen in Nigeria
Menschen im nigerianischen Bayelsa waten durch überflutete Straßen. © Reed Joshua/AP/dpa

Bei einer Erwärmung um 2,5 Grad brechen ganze Ökosysteme zusammen. Da der Meeresspiegel ansteigt, würden ganze Staaten verschluckt werden.

New York City/Brüssel – Der Erde droht eine drastische Klimaerwärmung. Laut den Vereinten Nationen ist das im Pariser Klimaabkommen festgelegte 1,5-Grad-Ziel unerreichbar. Stattdessen werden sich die Temperaturen voraussichtlich um 2,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhöhen. Das Klima kippt früher.

„Wir sind nicht einmal ansatzweise im erforderlichen Tempo und Umfang der Emissionsreduktion, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen“, erklärte UN-Klimachef Simon Stiell. „Um dieses Ziel am Leben zu erhalten, müssen die nationalen Regierungen ihre Klima-Aktionspläne jetzt verbessern“, fordert er.

Klimawandel: Zwischen 2 und 3 Grad Erderwärmung möglich

Bereits bei 2 Grad Erhitzung könnten alle Korallenriffe bis spätestens 2050 aussterben und ganze Ökosysteme beziehungsweise Nahrungsketten würden zusammenbrechen. Vielen Völkern drohte der Tod. Bei 3 Grad Erderwärmung käme es zu tödlichen Hitzewellen, verheerenden Stürmen, lang anhaltenden Dürren, die Hungerkrisen auslösen könnten, steigenden Meeresspiegel, Überflutungen und Fluchtbewegungen von ganzen Völkern.

Jim Hansen, damaliger Klimachef der Nasa, warnte bereits 2007 in einem Independent-Interview: „Das letzte Mal, als es 3 Grad wärmer war, waren die Meeresspiegel 25 Meter höher, plus/minus 10 Meter passiert nicht in einem Jahrhundert, aber es können in einem Jahrhundert schon einige Meter sein,“ sagte er. Staaten würden im Wasser versinken.

EU-Kommission: Jahresgrenze für Feinstaub muss sinken

Auch die EU-Kommission hatte dazu aufgerufen, dass die Jahresgrenze für Feinstaub bis 2030 um mehr als die Hälfte gesenkt werden müsse. Mit den Vorschlägen nähern sich die Vorgaben auf EU-Ebene den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an, setzen sie aber nicht komplett um. Die WHO empfiehlt seit vergangenem Jahr nur noch fünf Mikrogramm, also ein Fünftel des derzeit erlaubten Wertes.

Der Vorschlag der Kommission muss noch von EU-Parlament und Rat genehmigt werden, enthält allerdings keine spezifischen Maßnahmen, sondern legt Luftqualitätsstandards fest, die überall umgesetzt werden müssen. Wie die Grenzwerte erreicht werden, ist Sache der EU-Länder.

„Jedes Jahr sterben Hunderttausende Europäer vorzeitig“

„Jedes Jahr sterben Hunderttausende Europäer vorzeitig, und viele weitere leiden an Herz- und Lungenkrankheiten oder durch Umweltverschmutzung verursachte Krebserkrankungen. Je länger wir mit der Verringerung dieser Verschmutzung warten, desto höher sind die Kosten für die Gesellschaft“, sagte EU-Kommissionsvize Frans Timmermans. (mse/afp/dpa)

 

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