Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Klimaschutzgesetz

Klimaschutzgesetz: Vermieter sollen Hälfte der CO2-Kosten tragen

  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
    schließen

Die große Koalition konnte sich wochenlang nicht einigen. Jetzt sind sie zu einem Kompromiss gekommen: Mieter müssen den CO2 Preis nicht mehr allein tragen.

Berlin – Künftig werden auch die Vermieter zur Kasse gebeten. Seit dem 1. Januar müssen Mieter den CO2-Preis auf Öl und Gas tragen, bald sollen die Kosten dafür mit den Vermietern geteilt werden. Am Mittwoch (12.05.2021) hat die Bundesregierung einen Beschluss gefasst, begleitend zum geänderten Klimaschutzgesetz.

Die Diskussion über eine faire Kostenverteilung zwischen Mietern und Vermietern hat sich über Wochen gezogen. Während Grüne und SPD eine Entlastung der Mieter forderten, argumentierte die Union, dass Vermieter nicht für den Strom- und Wärmeverbrauch ihrer Mieter verantwortlich seien.

Klimaschutz: Bundesregierung will Mieter beim CO2-Preis entlasten.

Geändertes Klimaschutzgesetz: Mieter sollen CO2-Preis nicht mehr alleine tragen

Die Teilentlastung der Mieter ist Teil eines Kabinettsbeschlusses, der gemeinsam mit dem geänderten Bundesklimaschutzgesetz gefasst wurde. Im neuen Gesetz verpflichtet sich die Bundesregierung, zusätzliche acht Milliarden Euro bereitzustellen, die weitere Klimaschutzmaßnahmen finanzieren sollen. Die Regierung will prüfen, ob das Geld dafür durch den Wegfall klimaschädlicher Subventionen generiert werden könne.

Teil des Plans ist, die Standards für Neubauprojekte anzuheben und dadurch Anreize für klimafreundlicheres Bauen zu schaffen. Außerdem soll der Einsatz von Wasserstoff zur Energiegewinnung gefördert werden und eine stärke Nutzung des Potenzials natürlicher CO2-Senken, die Kohlenstoff speichern können. Darüber hinaus ist ein Investitionspakt mit der Industrie für „klimafreundliche Produktion in Deutschland“ geplant.

Insgesamt strebt die Bundesregierung mit dem neuen Klimaschutzgesetz eine Senkung um 65 Prozent des Treibhausgasausstoßes bis 2030 an. Das bisherige Ziel lag bei 55 Prozent. Bis 2040 wird soll eine Reduzierung von 88 Prozent im Vergleich zu 1990 erreicht werden. Das oberste Gericht Deutschlands hat zuvor das bisherige Klimaschutzgesetz für verfassungswidrig erklärt. (Sebastian Richter/afp)

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare