ARD-Deutschlandtrend

Klimapolitiker sind gefragt

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Im „ARD-Deutschlandtrend“ liegen Baerbock, Habeck und Söder vorn.

Es grünt so grün in der Politik – jedenfalls wenn es nach dem „Deutschlandtrend“ der ARD geht. Vor allem aber punktet ein Schwarzer: Bayerns CSU-Ministerpräsident Markus Söder – der seit kurzem gern den Klimaschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankern will – springt auf der Zufriedenheitsskala im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17 Prozentpunkte nach oben – 42 Prozent der Befragten sind plötzlich zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Franken. Das ist Söders Höchstwert in der Befragung (Infratest dimap; 1003 Befragte).

Auch mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der lange als Anwärter auf das Verteidigungsministerium galt, geht es weiter nach oben. Mit seiner Arbeit sind derzeit 48 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden. Spahn hat zum Vormonat einen Sprung um 12 Punkte gemacht – sein Bestwert.

Die Grünen-Spitze liegt weiter im Trend: Robert Habeck kommt auf seinen bislang höchsten Wert: 40 Prozent sind mit ihm zufrieden (plus 3) – allerdings: 33 Prozent kennen ihn nicht oder sagten nichts. Ähnlich ist es bei seiner Kollegin Annalena Baerbock. Die kommt auf 30 Prozent (plus 4). 46 Prozent der Befragten wissen aber nichts von ihr.

Viel Potenzial ist auch noch bei Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), mit deren Arbeit 24 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden (jeweils plus 5) sind. 47 Prozent der Befragten wissen nicht, wer sie ist. Am zufriedensten sind die Bundesbürger mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auf 56 Prozent (plus 2) kommt, und Außenminister Heiko Maas (SPD) mit 51 Prozent Zustimmung (plus 6).

Schwere Zweifel an AKK

Als CDU-Vorsitzende gewinnt Annegret Kramp-Karrenbauer 6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat und kommt auf 28 Prozent. Als frisch vereidigte Verteidigungsministerin schlägt ihr jedoch viel Misstrauen entgegen: 65 Prozent der Befragten halten sie in diesem Amt für keine gute Besetzung, lediglich 16 für eine gute. Zum Vergleich: Vorgängerin Ursula von der Leyen hielten bei ihrer Vereidigung 2013 40 Prozent für eine gute Besetzung, 43 nicht. Schwierig: Knapp die Hälfte der Unions-Anhänger (49 Prozent) sehen in AKK keine gute Besetzung für den Bendlerblock.

Bei der Sonntagsfrage bleiben die Grünen stabil stark. Ökopartei und Union kämen bei einer Bundestagswahl auf je 26 Prozent der Wahlberechtigten. Die Grünen halten ihren Vormonatswert, die Union legt einen Punkt zu. Die AfD kommt auf 14 Prozent (plus 1). Die SPD verliert einen Punkt und kommt auf 12 Prozent. Die FDP bleibt unverändert bei 8 Prozent, die Linke verliert einen Prozentpunkt (7 Prozent).

Wie wichtig das Thema Klimaschutz ist, haben die Meinungsforscher auch erfragt. 72 Prozent der Deutschen sprechen sich für Anreize aus, um klimafreundliches Verhalten zu fördern. 15 Prozent finden Verbote besser, um klimaschädliches Verhalten einzuschränken.

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