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Das (Meer-)Wasser steht uns bis zum Hals. Greenpeace-Aktion in der Hamburger Speicherstadt.

Klimaschutz

Berliner Klimapaket wird doppelt teuer - Heftige Kritik an CO2-Preispfad

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Laut Experten wird nur ein Drittel der nötigen CO2-Einsparungen bis 2030 erreicht, deshalb muss Deutschland im Ausland Emissionrechte kaufen.

Die Kritik am Klimapaket der großen Koalition hält an. Vor allem der geplante niedrige Einstieg in die Bepreisung des Treibhausgases Kohlendioxid trifft bei Umweltverbänden, aber auch bei den offiziellen Beratern der Bundesregierung auf Kritik. Damit sei das deutsche CO2-Ziel für 2030 – minus 55 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 – nicht erreichbar, monieren sie. Bisher sind erst rund 32 Prozent erreicht. Das Bundesumweltministerium räumte die geringe Verteuerung von Sprit, Heizöl und Erdgas ab 2021 als Schwachpunkt ein. Insgesamt würden die Groko-Pläne Deutschland aber auf „Zielkurs“ bringen, hieß es dort.

Sowohl das Umweltbundesamt (UBA) als auch der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) bezweifeln, dass das 2030er Ziel ohne Nachbesserung des Paktes zu erreichen ist. Es sei zwar gut, dass Fliegen teurer und Bahnfahren billiger werde, sagte UBA-Chefin Maria Krautzberger, es müssten aber viel mehr Angebote zur Förderung des klimaschonenden Verkehrs folgen. Vom geplanten CO2-Preis erwartet sie sogar „keinerlei Lenkungswirkung“. RNE-Vorsitzende Marlehn Thieme lobte zwar, dass mit dem Klimapaket vieles beschlossen worden sei, „was vor kurzem noch undenkbar war“. Der geplante CO2-Preis aber sei „zu niedrig, zu wenig dynamisch und nicht dauerhaft genug, um ein langfristiges Steuersignal zu bekommen“.

Laut dem Beschluss des Klimakabinetts vom Freitag soll die CO2-Bepreisung für Verkehr und Gebäude 2021 mit zehn Euro pro Tonne starten und bis 2025 auf 35 Euro ansteigen. Benzin und Diesel würden dadurch anfänglich drei Cent und am Ende 10,5 Cent pro Liter teurer. Im Gegenzug soll die Pendlerpauschale ab 20 Kilometer von 30 auf 35 Cent pro Kilometer angehoben werden.

Klimaschutz: Kritik an dem CO2-Preispfad

Auch von führenden Ökonomen war heftige Kritik an dem CO2-Preispfad gekommen. Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, sagte, von einem großen Wurf könne keine Rede sein. Der CO2-Preis werde wohl kaum dafür sorgen, dass des 2030er Ziel „wirksam und kosteneffizient“ erreicht wird. Das Gremium hatte der Regierung einen Einstieg mit 25 bis 50 Euro pro Tonne empfohlen. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hatte errechnet, anzustreben sei ein Einstieg mit 50 Euro, 2030 müssten 130 erreicht sein. PIK-Präsident Ottmar Edenhofer sagte denn auch, der geplante Aufschlag habe eher „Alibi-Funktion“.

Hart ging am Montag auch der Thinktank Agora Energiewende mit dem Klimaplan ins Gericht. Damit werde „bestenfalls ein Drittel des Weges“ bis zur 2030er Zielmarke erreicht, sagte dessen Direktor Patrick Graichen in Berlin. Schon ab 2021 laufe Deutschland Gefahr, die europarechtlich festgelegten jährlichen CO2-Reduktionsvorgaben nicht zu erfüllen. Es werde dann in den Nachbarstaaten auf „Einkaufstour“ bei den Emissionsrechten gehen müssen. Die Kosten dafür hatte Agora in einer früheren Studie auf eine zweistellige Milliardensumme bis 2030 kalkuliert. Vorher hatte Graichen das Klimapaket als erschreckend „kraft- und mutlos“ bezeichnet.

Staatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) verteidigt Klimapaket

Staatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) vom Umweltministerium hingegen verteidigte am Montag das Paket. Es könne zwar passieren, dass man am Anfang der 2030er Jahre noch hinter den Plänen zurückbleibe. Doch das werde dann korrigiert. „Herzstück“ des Pakets sei das Klimaschutzgesetz, in dem jahresgenau Treibhausgas-Budgets für Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft festgeschrieben werden sollen. Würden Ziele gerissen, müssten die Fachminister Sofortprogramme vorlegen. „Da muss man sich dran halten.“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) betonte indes Gesprächsbereitschaft mit der Oppositon. Er warnte aber die Grünen, davor, zu hohe Ansprüche zu stellen. sonst gefährdeten sie das Klimapaket. Die Ökopartei hatte angekündigt, über den Bundesrat Verbesserungen erreichen zu wollen. Ins gleiche Horn blies FDP-Chef Christian Linder, der mit der Ablehnung des Pakets im Bundesrat drohte, falls die Grünen zu viele Zugeständnisse bekämen. „Für uns ist wichtig, dass eine Klimapolitik der Mitte und der Vernunft gemacht wird“, sagte er laut dpa am Montag. „Wer also auf die Grünen zugeht in ihrer Rigorosität und Einseitigkeit, der wird auf der anderen Seite die Zustimmung der drei FDP-geführten Bundesländer verlieren.“ Die FDP regiert derzeit in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein mit.

#MeinKlimastreik – warum wir uns für das Klima engagieren

Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Rahel Blum, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt, mit Tochter Naomi Darum streike ich:  „Wir Menschen sollten die Natur schützen und bewahren und nicht für immer mehr Konsum und Bequemlichkeit zerstören, ohne an die Generationen nach uns zu denken. Das ist egoistisch, kurzsichtig und unverantwortlich.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Betriebsratsvorsitzende der Stadtwerke Frankfurt Holding Saskia Wiese Darum streike ich:  „Seit sechs Jahren bin ich Veganerin wegen Tierschutz, Umwelt und Klima. Weltretten ist kein Fanatismus, sondern gesunder Egoismus!“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Stadtverordneter Bernhard Ochs Darum streike ich:  „Ich stand im Abstand von mehreren Jahren auf dem Gipfel der Zugspitze. Vom ehemaligen Gletscher sieht man heute so gut wie nichts mehr.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger Darum streike ich:  „Seit dem Erscheinen des ersten Berichtes des Weltklimarates 1990 ist politisch sehr wenig passiert. Umso wichtiger ist heute das Engagement der Bürger und Bürgerinnen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Margit Hoffmann, Selbstständige im Sozialbereich  Darum streike ich: „Häufiger zu Fuß gehen, effiziente Geräte kaufen oder Photovoltaik-Anlagen nutzen: Wenn viele Menschen im Kleinen Kohle sparen, kann daraus ein großer Beitrag zum Klimaschutz werden.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Kai-Oliver Kruske, Jurist Darum streike ich: „Die Natur braucht uns Menschen nicht, aber wir brauchen die Natur. Ich wünsche mir drastische, politische Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Peter Manning, Naturwissenschaftler Darum streike ich: „Der Klimawandel bedroht die Biodiversität und das Lebenserhaltungssystem der Erde enorm.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Indra Starke-Ottich, Botanikerin Darum streike ich:  „Jeder einzelne kann mit seinem Verhalten viel zum Klimaschutz beitragen. Aber dieses Bürgerengagement allein wird nicht ausreichen, wenn die Politik nicht endlich mutige Entscheidungen zum Klimaschutz trifft.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
László Boroffka, Student Darum streike ich: „Schon heute ist der Klimawandel verantwortlich für überschwemmte Küstengebiete, massive Ernteausfälle und Waldbrände ungeheuren Ausmaßes. Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler*innen davor, was uns erwartet, wenn sich unser Kurs nicht ändert. Die Verantwortungslosigkeit unserer Entscheidungsträger*innen macht mich einfach fassungslos.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Ingolf Grabow, Schlossermeister Darum streike ich:  „Im Frankfurter Stadtwald ist der Fluglärm unerträglich. Angesichts des Klimawandels und des Artenschwundes ist der Bau von Terminal 3 total unverständlich. Das wird den Flugverkehr mit Lärm und Schadstoffen nur noch verstärken. Fliegen überlassen wir besser den Vögeln!“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Thomas Hickler, Professor für quantitative Bio-Geographie Darum streike ich: „Wir sollten keine Angst vor Veränderungen haben und sie als Möglichkeit sehen, eine nachhaltige Gesellschaft zu erschaffen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Hana Ajdin, Schülerin Darum streike ich: „Es ist traurig, dass zuerst Kinder und Jugendliche laut werden mussten, damit die Erwachsenen, die es eigentlich hätten besser wissen müssen, über den Klimawandel reden.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Johannes Hähnlein, Manager im Sportmarketing Darum streike ich: „Mir ist es wichtig, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für unseren ressourcenaufwändigen Lebensstil zu schaffen – und für die Folgen dieser Lebensweise.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Ida Hamacher, Studentin Darum streike ich: „Früher hatte ich Angst vor schlechten Noten, heute dominiert eine viel existentiellere Angst: die Frage, wie lebenswert unser Planet in wenigen Jahrzehnten noch sein wird.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Andrea Graf, Projektleiterin im Bereich Energiewende Darum streike ich: „Ich wünsche mir, dass Frankfurt sein Klimaschutzkonzept umsetzt. Da hakt es noch sehr.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Jaron Busch, Schüler Darum streike ich: „Als ich neun Jahre alt war, habe ich beschlossen, Vegetarier zu sein. Das ist besser für die Umwelt. Wir können nicht so weiterleben wie bisher, das müssen jetzt alle Menschen mal kapieren.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Bianka Schlun, Sozialpädagogin, und Felix, Schüler Darum streiken wir: „Beim Klimaschutz können alle nur gewinnen.“ (Bianka Schlun) „Unser Klima ist wichtig, bitte helft es uns retten.“ (Felix) © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Detlef Kaiser, Verfahrensingenieur, Selbständiger Darum streike ich: „Raus aus der Komfortzone, selbst anfangen und machen, wieder selber denken und kritisch werden.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Karl Höhn, Soziologe, seit 27 Jahren in der IT tätig Darum streike ich: „Kein Zweifel: Wir brauchen einen schnellen, tiefgreifenden, solidarischen Umbau unserer Treibhausgas basierten Wirtschaft.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Reinald Blöser, Rentner Darum streike ich: „Pfandflaschen werden falsch entsorgt, Lebensmittel verschwendet: Klimaschutz kann nur gelingen, wenn alle richtig mitmachen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Jannik Oswald, Schüler Darum streike ich: „Wenn an vielen Orten viele Menschen etwas tun, wird sich das Angesicht unserer Erde verändern. Gemeinsam und stark gegen die Klimakrise. Ich fühle mich verantwortlich für eine sichere und lebenswerte Zukunft kommender Generationen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Johannes Hähnlein, Manager im Sportmarketing Darum streike ich: „Mir ist es wichtig, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für unseren ressourcenaufwändigen Lebensstil zu schaffen – und für die Folgen dieser Lebensweise. Ich bin überze ugt, dass ein Wandel insbesondere durch nachhaltiges Verhalten auf persönlicher Ebene gelingen kann, das schließlich in eine zivilgesellschaftliche Bewegung mündet – und damit auch ein klare Richtung für Politik und Wirtschaft vorgibt.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Manuela Mock, Besitzerin des Transnormal Darum streike ich: „Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehen Hand in Hand. Eigentlich alles ganz leicht, wenn der Mensch nicht so maßlos wäre und so unachtsam. Das Wasser sprudelt aus dem Hahn, und keiner kräht danach, alles verfügbar rund um die Uhr. Was glauben diese Menschen nur? Der Müll wird achtlos ohne Sorgen entsorgt als gäbe es kein Morgen. Fleischkonsum, Plastikverderben und weltweit stummes Bienensterben. Ohne Summen wird alles ver kauft für Unsummen. Letzte Chance: Klima wandeln. Nicht nur zusehen, sondern handeln.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Linda Rieger, Redakteurin für Corporate Publishing Darum streike ich: „Meine Tochter ist 17 Jahre alt und genauso wie alle anderen Eltern will ich nur das Beste für mein Kind. Doch ich habe sie in eine katastrophale Welt hineingeboren und das wird mir immer bewusster.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Lea Strauß, Studentin Darum streike ich:  „In Europa wurde noch nie so sehr an der falschen Stelle gespart, wie derzeit am Erhalt unserer Lebensgrundlage. Deshalb fordere ich den Green New Deal für Europa.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Robin Fernandes, Schülerin Darum streike ich: „Von meinen Lehrern wurde mir immer gesagt, dass meine Generation etwas unternehmen muss. Jetzt tun wir genau das und werden nicht ernst genommen. Das ist einfach nur lächerlich.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Alexander Zück, Student Darum streike ich: „Der Klimaschutz betrifft uns alle, unabhängig von der politischen Einstellung! Um die Folgen des Klimawandels einzudämmen, müssen wir gemeinschaftlich nach Lösungen suchen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Frederic Heigel, AbiturientDarum streike ich: „Mir macht es Sorgen, dass meine Generation das Vertrauen in die Politik verliert, wenn diese nicht genug zum Schutz des Klimas und damit für unsere Zukunft unternimmt.“  © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019 © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Maike Wilhelm, Studentin Darum streike ich: „Wenn das 21. Jahrhundert weniger blutig werden soll als das Letzte, müssen wir jetzt mit der unabdingbaren Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft anfangen. Deshalb bin ich bei Diem25, einer europäischen Organisation, die sich radikal pragmatisch für einen sozial-ökologischen Kurswechsel der Politik einsetzt.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Daniel Anthes, Sozialunternehmer und Aktivist Darum streike ich: „Ich engagiere mich schon seit Jahren gegen die Lebensmittelverschwendung. Was das mit Klimaschutz zu tun hat? Nun ja, wäre die Lebensmittelverschwendung ein Staat, wäre sie der drittgrößte CO2-Emittent nach China und den USA.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Jürgen Naeve, Ruheständler Darum streike ich: „Ich bemühe mich, Freunde und Bekannte zu überzeugen, sich den Fridays for Future anzuschließen. Denn gerade wir Alten haben viel zu lange nur gut gelebt und uns um nichts gekümmert.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Julia Krohmer, Geoökologin Darum streike ich: „Wir wissen genug, um endlich zu handeln, aber die Zeit wird knapp – deshalb gehe ich mit Fridays for Future auf die Straße und arbeite bei Scientists for Future mit. Die Wissenschaft steht hinter der Bewegung.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Norbert Dichter, System-Administrator – Bioinformatik Darum streike ich: „Die Politik hat Klima-Wissen seit Jahrzehnten nicht umgesetzt. Fridays for Future empört uns zu Recht: Die Zeit zu handeln ist jetzt. Deshalb unterstütze ich sie mit den Scientists-for-Future.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Fiona Zitelmann, Schülerin Darum streike ich: „Alle wissen über die Bedrohung Bescheid, jedoch will keiner etwas machen, es gibt nur leere Versprechungen und so wird es weitergehen, wenn wir nicht jetzt handeln! System Change, not climate change!“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Dominik Ullrich, Schüler Darum streike ich:  „Ich erhebe meine Stimme für die, deren Stimme nicht gehört wird. Die Klimakrise ist die größte Bedrohung für die Menschheit und schon jetzt der Hauptauslöser für Kriege und Flucht. Jedem muss bewusst werden, dass wir JETZT handeln müssen. Mit der Natur lässt sich nämlich nicht verhandeln. Wenn die Klimakatastrophe kommt, dann kommt sie.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Norbert Szep, Hausarzt Darum streike ich: „Menschen von Fridays for Future, Extinction Rebellion, Sand im Getriebe, Ende Gelände, der großen IAA-Demo und Radentscheiden geben uns Hoffnung.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Jutta Ditfurth, Autorin und politische Aktivistin Darum streike ich: „Dass der Kapitalismus Mensch und Natur zerstört, analysierte Marx im „Kapital“ (1867). Der Kampf gegen Um weltzerstörung dauert schon lang. Ab 1975 war ich in der Anti-AKW-Bewegung, die einen großen Teil des Atomenergieprogramms verhinderte. Klimaprojekte wie Ende Gelände, Fridays for Future, der Widerstand im Hambacher Forst und hier in Frankfurt für die Grüne Lunge am Günthersburgpark waren wirklich überfällig.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Helga Mass-Linne, Lehrerin Darum streike ich:  „Als Lehrerin habe ich mit meinen Schülern „Die Grenzen des Wachstums“ gelesen und jetzt habe ich Enkelkinder. Lebbe geht weiter – aber nur, wenn wir an allen Fronten für ein gutes Leben für Alt und Jung kämpfen. Wir sind mehr als nur eine Ressource des Wachstums einer Wirtschaft und eines Wirtschaftssystems, das den Menschen und die Erde untergräbt. Wir scha ffen das.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Ernst Otto Blenn, Lehrer im Ruhestand Darum streike ich: „Seit Jahren frage ich mich, welcher Sinn hinter immer größeren, schwereren, stärkeren und schnelleren Autos steckt. Fridays for Future hat mir die Antwort gegeben: keiner.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Manfred Ochs, Pensionär Darum streike ich: „Ich unterstütze den Streik für das Klima, weil ich nicht will, dass meine alten Apfelsorten wie die Cox Orange, die Goldparmäne un d mein Boskop auf den Streuobstwiesen vertrocknen.“  © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Ute Wittich, Gartenarchitektin Darum streike ich: „Am liebsten konsumiere ich zwar immer noch Bio, unverpackt, regional, saisonal und vegan. Lieber Bio als unverpackt!“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Almut Aue, Künstlerin Darum streike ich:  „Was mich besonders empört: Eine Monsterschau wie die IAA in Frankfurt mit ihren Diesel-SUVs und anderen klimakillenden Statussymbolen auf vier Rädern f inde ich mit Blick auf den Zustand unseres Globus einfach absurd. Dass die korrupte Autolobby in diesem Land immer noch einen derartigen Einfluss ausübt, das macht mich wütend!“  © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Katrin Böhning-Gaese, Biologin Darum streike ich:  „Wenn wir für den Klimaschutz weltweit Energiepflanzen für Biokraftstoffe anbauen, verlieren wir mindestens so viele Tier- und Pflanzenarten wie durch den Klimawandel.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Eva Rossmanith, Biologin Darum streike ich:  „Ohne effektiven Klimaschutz gefährden wir nicht nur die Natur, sondern auch unsere Lebensgrundlage und den sozialen Frieden.“ © boeckheler juelich

Nach Kritik an mehreren Flügen von Kabinettsmitgliedern in die USA diese Woche erklärte die Bundesregierung am Montag, dass sie ihre dienstlichen Flüge und Autofahrten komplett durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgleiche. Ein Sprecher des Umweltministeriums sagte laut dpa, für Dienstreisen von Angehörigen von 121 Ministerien und Bundesbehörden im Jahr 2017 seien für rund 1,7 Millionen Euro Emissionsgutschriften in Höhe von etwas mehr als 300.000 Tonnen CO2 (Kohlendioxid) erworben worden. Für die Kompensation im Jahr 2018 seien rund zwei Millionen Euro vorgesehen. Unterstützt wurden damit unter anderem der Bau von Biogasanlagen in Nepal und der Einbau effizienter Kochöfen in ländlichen Gebieten Sambias.

Soll die Rettung der Welt noch eine Chance haben, bedarf es der Rückgewinnung eines utopischen Denkens.

Am Flughafen Frankfurt haben sich mutmaßliche CO2-Betrüger gestellt.

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