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Viele Schiffe verwenden umweltschädliches Schweröl (Symbolbild)
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Viele Schiffe verwenden umweltschädliches Schweröl (Symbolbild)

COP26

Klimakonferenz in Glasgow: Schifffahrt soll zum Klimaschutz beitragen

  • VonSandra Kirchner
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Vom Klimawandel besonders betroffene Staaten fordern Preise für CO2-Emissionen. Die Branche fällt bisher durchs Raster.

Wofür Teile der Schifffahrtsindustrie schon länger werben, das fordert jetzt auch das Climate Vulnerable Forum (CFV) der besonders verwundbaren Staaten. In Glasgow sprach sich das Forum, in dem rund 50 besonders vom Klimawandel betroffene Staaten aus Afrika, Asien, der Karibik, Lateinamerika, dem Nahen Osten und dem Pazifik versammelt sind, für einen CO2-Preis in der Schifffahrt aus.

Auch kleine Inselstaaten, die besonders vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind, sprechen sich für eine solche Bepreisung aus. Der Vorstoß soll dazu beitragen, dass das 1,5-Grad-Limit bei der Erderwärmung nicht überschritten wird.

Etwa drei bis vier Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen gehen auf das Konto der internationalen Schifffahrt, die – steuerfrei – extrem schmutziges Schweröl verbrennt und deren Emissionen keinem Land zugeordnet werden und damit bisher unter den Tisch fallen. Beim nächsten Treffen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO noch in diesem Monat soll ein Vorschlag der Marshallinseln und der Salomonen diskutiert werden. Die Inselstaaten schlagen einen CO2-Preis von 100 US-Dollar pro Tonne vor.

Der Vorschlag wird auch von Teilen der Branche selbst befürwortet. Die weltgrößte Containerschiff-Reederei Maersk hat eine CO2-Steuer von 150 US-Dollar ins Spiel gebracht. Während für viele Reedereien ein solcher Preis eine Herausforderung darstellen würde, kann Maersk das aufgrund seiner Größe verkraften. Um die Schifffahrtsindustrie auf einen grünen Pfad zu bringen, bräuchte es allerdings einen deutlich höheren CO2-Preis, sagen Fachleute. „Um die Schifffahrt durch eine Bepreisung von CO2 zu dekarbonisieren, muss die Höhe der Abgabe über 400 Euro je Tonne liegen“, sagt Faig Abbasov von der europäischen Dachorganisation Transport & Environment. Bisher habe niemand, auch nicht die Länder des CVF, eine derart hohe Abgabe vorgeschlagen.

Aus Sicht des Experten wäre ein anderer Hebel wirkungsvoller, um die Emissionen der Schifffahrt zu senken: Standards für treibhausgasarme Kraftstoffe, wie sie die EU eingeführt hat. Eine solche Norm würde verlangen, dass die Verwendung von fossilen Kraftstoffen ausläuft und die Reedereien schrittweise auf alternative Kraftstoffe umsteigen.

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