Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kommentar

Mit kleinen Schritten

  • Thomas Kröter
    VonThomas Kröter
    schließen

Wem der Herr ein Amt gibt, dem nimmt er den Verstand, behauptet der Volksmund. Falsch. Richtig müsse es heißen: Dem gibt er den - rollengerechten - Verstand.

Wem der Herr ein Amt gibt, dem nimmt er den Verstand, behauptet der Volksmund. Falsch. Richtig müsse es heißen: Dem gibt er den - rollengerechten - Verstand. Wenn die rot-grüne Bundesregierung mehr oder weniger laut über eine Erweiterung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan nachdenkt, dann trägt die konservative Opposition Bedenken vor, wie sie vor nicht allzu langer Zeit aus dem Munde der Grünen gang und gäbe waren: Ein politisches Konzept, heißt es da, und die Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung müssten Vorrang vor dem Militär haben. Das sagt nicht Christian Ströbele, sondern der CSU-Politiker Christian Schmidt.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt: Dieser Meinung sind auch die vom grünen Christian gestützten Minister Fischer und Struck samt Bundeskanzler Schröder. Aber dass die USA für Afghanistan noch weniger ein politisches Konzept haben als für Irak, bietet auch eine Chance für Deutschland, Einfluss zu nehmen. Deshalb wird die Bundesregierung am Ende das Einsatzterrain der Bundeswehr ausweiten, um den Handlungsspielraum der fragilen heimischen Regierung zu vergrößern und sie von einem Stadtrat für Kabul zu einer Exekutive für das ganze Land zu machen.

Dies in kleinen bis kleinsten Schritten zu tun, dient nicht nur der Sicherheit der deutschen Soldaten, sondern entspricht wohl auch den Möglichkeiten der Kabuler Regierung. Und die Opposition wird schließlich zustimmen, nicht zuletzt weil sie weiß: An der Regierung würde sie auch nicht anders handeln.

Dossier: Irak nach dem Krieg

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare