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Fred Guttenberg, Vater eines Parkland-Opfers, fordert schärfere Waffengesetze.

USA

NRA klagt gegen verschärftes Waffengesetz in Florida

Kaum ist das neue Waffengesetz unterzeichnet, gibt es schon Protest von der NRA. Die US-Waffenlobby hält die Verschärfung der Regeln im Bundesstaat Florida für verfassungswidrig.

Unmittelbar nach der Besiegelung verschärfter Waffengesetze in Florida geht die US-Waffenlobby NRA juristisch dagegen vor. Die National Rifle Association reichte am Freitag Klage vor einem Bundesgericht in Tallahassee ein. Die Anhebung des Mindestalters für den Kauf von Gewehren in dem Bundesstaat von 18 auf 21 Jahre verstoße gegen in der Verfassung verankerte Recht auf Waffenbesitz sowie die Gleichbehandlungsklausel, weil jüngere Erwachsene nun ausgenommen würden, erklärte die NRA. Damit würden gesetzestreue Waffenbesitzer für Verbrechen eines geistesgestörten Individuums bestraft.

Erst wenige Stunden zuvor hatte Gouverneur Rick Scott das neue Gesetz unterzeichnet. Es ist eine Konsequenz aus dem Amoklauf eines 19-Jährigen, der Mitte Februar an einer ehemaligen High School in der Nähe von Miami 17 Menschen getötet hatte. Das Mindestalter für den Kauf von Handfeuerwaffen liegt in den USA bei 21 Jahren, in Florida aber konnte bislang bereits ein 18-Jähriger ohne Wartezeit ein Gewehr kaufen.

Neben dem höheren Mindestalter sieht das Gesetz nun eine dreitägige Wartezeit beim Waffenkauf vor. Zudem dürfen künftig bestimmte Schulbedienstete zum Schutz Waffen tragen. Präsident Donald Trump hatte als Reaktion auf den Amoklauf versprochen, für mehr Sicherheit an den Schulen zu sorgen und Bereitschaft zu Gesetzesänderungen signalisiert. Die NRA geht immer wieder gegen Vorstöße für eine Verschärfung des Waffenrechts vor. (rtr/dpa)

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