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„Überall laufen diese Verbrecher rum vom Christopher Street Day, feiern ihre Parties“, sagte der evangelikale Bremer Pastor Olaf Latzel - will damit aber nicht alle Homosexuellen gemeint haben.

Bremen

Kirche geht auf Distanz

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Der Pastor, gegen den wegen Volksverhetzung ermittelt wird, relativiert seine Anfeindungen gegen Homosexuelle.

Der evangelikale Bremer Pastor Olaf Latzel, gegen den wegen Volksverhetzung ermittelt wird, hat seine Aussagen über Homosexuelle in einem Punkt relativiert. Latzel hatte gesagt: „Überall laufen diese Verbrecher rum vom Christopher Street Day, feiern ihre Parties“. Dazu erklärte er am Sonntag, mit „Verbrechern“ habe er nur „militante Aggressoren“ gemeint, die ihn und seine Gemeinde St. Martini immer wieder attackiert und diffamiert hätten, etwa mit Morddrohungen, Sprühparolen oder einer Gottesdienst-Störung durch küssende gleichgeschlechtliche Paare. Sollte der Eindruck entstanden sein, er halte alle Homosexuellen für Verbrecher, entschuldige er sich. Andere Aussagen relativierte er nicht, etwa, dass Homosexualität laut Bibel ein „todeswürdiges Verbrechen“ sei, auch wenn man deshalb niemanden umbringen müsse.

Die Bremische Evangelische Kirche verurteilte zuvor Latzels Äußerungen „auf das Schärfste“. Dadurch würden „Menschen herabgesetzt, beleidigt und in ihrer Würde verletzt“. Die Grenze des Erträglichen sei überschritten. Die Kirchenleitung beobachte die Strafermittlungen „und prüft davon ausgehend mögliche dienstrechtliche Schritte“.

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