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Die katholische Frauen-Bewegung „Maria 2.0“ kämpft für mehr Gleichberechtigung in der Kirche (Archivbild). 

Maria 2.0 in Fulda

Frauen-Demo für Gleichberechtigung in katholischer Kirche

Die katholische Frauen-Bewegung „Maria 2.0“ hat zu einer Demonstration gegen Machtmissbrauch in der Kirche und für mehr Mitbestimmung für Frauen aufgerufen.

Die katholische Frauen-Bewegung „Maria 2.0“ hat im Kampf für mehr Gleichberechtigung in ihrer Kirche zu einer Demonstration in Fulda aufgerufen. Die Kundgebung findet am 26. September statt, wenn die zeitgleich dort tagenden katholischen Bischöfe aus Deutschland bei der Herbstvollversammlung ihre Beratungen beenden. Nach Angaben der Initiative „Maria 2.0-Kassel“ sind 50 bis 100 Teilnehmer zu den Protesten angemeldet. Die Demonstrierenden treffen sich auf dem Bahnhofsvorplatz und wollen lautstark durch die Innenstadt ziehen. Die Abschlusskundgebung findet auf dem Eduard-Schick-Platz neben dem Dom statt, wie Beatrix Ahr von der Initiative in Kassel sagte.

Ahr sagte, die Initiative wende sich gegen Machtmissbrauch und verfolge das Ziel von Gleichberechtigung und Mitbestimmung in allen Ämtern und Diensten der katholischen Kirche. Frauen verkörperten zwar rund 50 Prozent der Katholiken in Deutschland, doch die wichtigen Entscheidungen würden zu 100 Prozent von Männern getroffen.

Die Demonstranten hoffen bei der Demo, auch Gehör von den Oberhirten zu finden. So seien die Bischöfe Michael Gerber (Fulda) und Franz-Josef Bode (Osnabrück) zum Gedankenaustausch eingeladen worden. „Wir erwarten von den deutschen Bischöfen Mut, Ideenreichtum und Entscheidungsfreudigkeit“, sagte Ahr. Neben Mitgliedern der Kasseler Initiative seien Gleichgesinnte aus anderen Orten und von anderen Frauen-Gruppen zur Teilnahme an der Demo aufgerufen. (dpa) 

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