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Kindergrundsicherung soll erstmals 2025 ausgezahlt werden

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Von: Lukas Zigo

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Eine Kindergrundsicherung soll die Kinderarmut in Deutschland senken und für mehr Chancengleichheit und Teilhabe sorgen – jedoch erst 2025.

Berlin – Immer mehr Menschen in Deutschland sind von Armut betroffen. Besonders groß sind die Probleme bei der Alters- und Jugend/Kinderarmut, welche Jahr für Jahr ansteigen. Um dem entgegenzuwirken, hat das Bundesfamilienministerium eine Kindergrundsicherung beschlossen. Diese soll voraussichtlich 2025 in Kraft treten, davon geht Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) aus.

„Die Kindergrundsicherung ist das zentrale sozialpolitische Projekt dieser Koalition“, sagte Paus dem Berliner Tagesspiegel am Montag (04. Juni 2022). Sie fügte hinzu: „Natürlich werden wir alles daran setzen, dass das auch wirklich kommt. Wir können doch nicht einfach jedes fünfte Kind abschreiben“, sagte sie mit Blick auf die vor wenigen Tagen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband veröffentlichten Armutsbericht.

Kindergrundsicherung: Lisa Paus will Gesetzesentwurf Ende nächsten Jahres einbringen

Die Bundesfamilienministerin möchte nach eigenen Worten ihren Gesetzesentwurf zu Kindergrundsicherung Ende nächsten Jahres ins Kabinett einbringen. Somit könnte er spätestens 2024 beraten und im Anschluss verabschiedet werden. Dabei soll es sowohl einen einkommensunabhängigen Garantiebetrag sowie einen Zusatzbetrag geben, der sich am Einkommen der Familie orientiert. Dabei unterstrich Paus: „Mein Ziel ist, dass zum 1. Januar 2025 die Kindergrundsicherung erstmalige ausgezahlt wird.“

Kindergrundsicherung
Die Kindergrundsicherung soll erstmals 2025 ausgezahlt werden. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow / dpa

Angesicht steigender Preise werde schon jetzt einiges für Familien in prekären Situationen getan, sagte die Grünen-Politikerin: „Wir haben den Kindersofortzuschlag eingeführt – für jedes von Armut betroffene Kind sind das 20 Euro mehr pro Monat.“ Außerdem gebe es in den Entlastungspaketen Einmalzahlungen für betroffene Familien. Aber natürlich könne es passieren, „dass wir im Herbst feststellen, dass das nicht reicht“. Sie reche etwa damit, dass noch weitere Anpassungen beim Kindergeld oder bei dem steuerfreien Grundbetrag für Erwachsene und Kinder nötig sein könnten. (lz/epd)

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