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„Erfolge und Fortschritte“: Kim sieht Nordkorea auf einem guten Weg

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Von: Sebastian Richter

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Bei der jährlichen Sitzung des Zentralkomitees der Arbeiterpartei in Nordkorea zieht Machthaber Kim Bilanz. Das Land entfernt sich immer weiter vom Westen.

Pjöngjang – Nordkorea hat seine wirtschaftliche und militärische Macht ausgebaut. Das behauptet Kim Jong-un, Staatschef des Landes, jedenfalls bei seiner Eröffnungsrede des jährlichen Zentralkomitees, wie Al Jazeera mit Bezug auf die staatliche Korean Central News Agency (KCNA) berichtet.

Demnach nutzte Kim die Eröffnung, um die „Erfolge und Fortschritte“ des Jahres hervorzuheben. Die Funktionäre rief er zu „aufregenderen und zuversichtlicheren Kämpfen“ auf. Die Macht des Landes sei in allen Bereichen der Politik, des Militärs, der Wirtschaft und der Kultur gewachsen. Im letzten Jahr führte das Land einen „beispiellos harten und erbitterten Kampf“, so KCNA.

„Er betonte die Notwendigkeit, Strategien für weitere aufregende und zuversichtliche Kämpfe zu entwickeln, die auf den wertvollen Tatsachen beruhen, dass das Land nach Ertragen aller Schwierigkeiten praktische Fortschritte erzielt hat“, heißt es bei der Agentur weiter.

Nordkoreas Führer Kim Jong-Un bei einer Sitzung der Arbeiterpartei.
Nordkoreas Führer Kim Jong-un bei einer Sitzung der Arbeiterpartei. © dpa/kcna

Nordkorea: Kim Jong-un entfernt sich vom Westen und nähert sich Russland an

Die Sitzung des Zentralkomitees findet nach der Ankündigung Kims statt, die „stärkste“ Atomstreitkraft der Welt zu werden. Verbunden wurde diese Ansage mit Raketentests neuartiger ballistischer Interkontinentalraketen, wie KCNA berichtete. Mit bei der zugehörigen Propagandaveranstaltung war auch Kims Tochter Ju-ae. Kim könnte damit den Weg für die nächste Generation der Herrscherfamilie ebnen.

Eine Abkehr von den Atomwaffen scheint Kim nicht im Sinn zu haben. Der Westen versuchte in der letzten Zeit den Machthaber Nordkoreas immer wieder zu von einer Denuklearisierung zu überzeugen. Doch Kim testet weiter das Atomwaffenprogramm. Die USA, Japan und Südkorea reagierten daraufhin mit Sanktionen gegen das ohnehin schon schwer sanktionierte und von der Welt isolierte Land.

Inzwischen nähert sich Nordkorea Russland an. In Washington ist man sich sicher, dass Nordkorea heimlich Waffen an Russland liefere. Satellitenaufnahmen der S-Geheimdienste zeigen Züge, die mutmaßlich Munition und anderes militärisches Gerät in Richtung Russland schicken. Der verdeckte Waffenhandel würde gegen UN-Resolutionen verstoßen, allerdings sind auch die Tests von Interkontinentalraketen nach einem Beschluss der Vereinten Nationen für Nordkorea verboten. (spr)

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