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Nordkoreas Machthaber schwört Militär auf Parteilinie ein
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Auf diesem Foto steht Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, inmitten von Befehlshabern der Streitkräfte.

Militärübungen kritisiert

Nordkorea: Kim Jong-un versammelt Militär zu viertägigem Vortrag

Nordkorea warnt Südkorea vor Militärübungen mit den USA. Gemeinsame Militärübungen würden als Vorbereitungen für einen Angriff hindeuten.

Pjöngjang – Nordkoreanische Staatsmedien gaben bekannt, dass Kim Jong-un Anfang vergangener Woche (27.07.2021) den Vorsitz einer weiteren großen Militärveranstaltung in Pjöngjang leitete und die US-Militärübungen kritisierte.

Der staatliche Medienbericht über die Rede von Kim Jong-un und anderen Rednern während der viertägigen Veranstaltung sei ziemlich zurückhaltend gewesen, ohne dass neue Waffen oder nuklear bezogene Pläne wie beim Parteitag im Januar erwähnt wurden, wie NK News schreibt. Dafür kritisierte Kim jedoch die gemeinsamen Militärübungen zwischen den USA und Südkorea.

„Die feindlichen Streitkräfte verstärken ihre fanatischen und hartnäckigen Invasionspraktiken, bauen ihre Fähigkeit, unsere Nation präventiv zu treffen, weiter systematisch aus und erhöhen ihre Militärausgaben“, sagte Kim Jong-un in Nordkorea nach Angaben von NK-News.

Nordkorea übt Druck auf Südkorea aus, Militärmanöver abzusagen

In der Erklärung Kims wurde in Südkorea der Versuch gesehen, Druck auf Seoul auszuüben, damit es die Militärmanöver absagt. Kim wies auf die Sommermanöver hin, die die verbündeten Streitkräfte der USA und Südkoreas normalerweise im August beginnen. Die kommunistische Führung in Pjöngjang sieht in solchen Manövern eine Vorbereitung zu einem Angriff – ein Vorwurf, den Washington und Seoul bestreiten.

Solche Übungen betrachtet auch die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, Kim Yo Jong, als „unerwünschtes Vorspiel“, das dem Willen der Anführer Süd- und Nordkoreas unterlaufen würde, gegenseitiges Vertrauen wiederherzustellen – wie sie am Sonntag (01.08.2021) mitteilte. Auch würde es „in den innerkoreanischen Beziehungen den Weg nach vorne einnebeln“, wurde sie von den Staatsmedien zitiert.

US-Militärübungen mit Südkorea wurden in den vergangenen Jahren bereits reduziert

In den vergangenen Jahren hatten die USA und Südkorea einige Übungen bereits aus diplomatischen Gründen reduziert. Wann und in welchem Umfang das Sommermanöver in diesem Jahr stattfinden könnte, ist derzeit nach Angaben Südkoreas noch unklar. Seoul befürchtet, die Übungen könnten den Bemühungen um neue Verhandlungen mit Pjöngjang über sein Atomwaffenprogramm zuwiderlaufen.

Süd- und Nordkorea hatten nach langer Funkstille am vergangenen Dienstag ihre offiziellen Kommunikationsverbindungen wieder geöffnet. Die Einigung ging nach Angaben beider Seiten auf einen Briefwechsel Kim Jong-uns mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In seit April zurück.

Die Öffnung der Kommunikationsleitungen solle nicht anders verstanden werden als „eine physische Wiederverbindung“, erklärte jetzt die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers, Kim Yo Jong. Dadurch ausgelöste Spekulationen über ein neues innerkoreanisches Gipfeltreffen seien voreilig. (Carolin Eberth mit dpa)

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