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Kevin Kühnert bewirbt sich nicht für den SPD-Vorsitz.

SPD-Vorsitz

Kevin Kühnert bewirbt sich nicht für den SPD-Vorsitz

Lange hat es Kevin Kühnert offen gelassen, nun stellt der Juso-Chef klar: Er bewirbt sich nicht für den SPD-Vorsitz. Stattdessen stellt er einem Kandidaten-Paar seine Unterstützung in Aussicht.

Noch bis zum ersten September können sich Kandidaten für den Vorsitz der SPD bewerben. Gespannt haben viele darauf gewartet, wie sich Juso-Chef Kevin Kühnert verhält. Nun erklärt er, was er vorhat: „Ich trete nicht an“, sagte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation „Spiegel Online“. Seine Absage erklärte er mit persönlichen und innerparteilichen Gründen: „Kandidieren sollte man nur mit der klaren Überzeugung, das Amt im Erfolgsfall auch mit aller Konsequenz ausfüllen zu wollen und zu können.“ Jeder Mensch müsse für sich selbst bewerten, was er leisten könne.

Auch die Kandidatur von Vizekanzler Olaf Scholz habe eine Rolle gespielt. Seine Sorge sei gewesen, dass die SPD in einen „Arena-Wahlkampf“ geredet worden wäre, sagte Kühnert „Spiegel Online“. „Das ist für Außenstehende interessant, schadet aber der SPD, weil es emotional weiter spaltet. Wir sind eine politische Partei und keine Unterhaltungssendung.“

Kevin Kühnert unterstützt Kandidatur von Walter-Borjans und Esken

Zugleich stellte Kühnert seine Unterstützung von Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken in Aussicht. „Er hat als Finanzminister in Nordrhein-Westfalen mit dem Ankauf von Steuer-CDs begonnen, sich dabei mit unangenehmen Leuten angelegt und so bewiesen, dass er für echte Verteilungsgerechtigkeit steht.“ Walter-Borjans und Esken seien ein Duo, bei dem er eine große innerliche Ruhe habe, weil er beide aus der Zusammenarbeit kenne. „Da würde ich die Partei in guten Händen sehen.“

Anfang Juli hatte Kühnert noch gesagt, er wolle im Urlaub darüber nachdenken, ob er für den SPD-Vorsitz kandidiere. „Für ein politisches Führungsamt anzutreten ist ja keine Kleinigkeit, da muss man sich sehr sicher sein“, sagte er damals. (dpa/FR)

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