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Kelly kannte wohl Geheimdienstakten

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LONDON, 11. August (ap). Dreieinhalb Wochen nach dem Freitod des britischen Waffenexperten David Kelly hat Ermittlungsrichter Lord Hutton am Montag die

LONDON, 11. August (ap). Dreieinhalb Wochen nach dem Freitod des britischen Waffenexperten David Kelly hat Ermittlungsrichter Lord Hutton am Montag die ersten Zeugen vernommen. Der Personalchef des Verteidigungsministeriums, Richard Hatfield, sagte aus, dass Kelly vollen Zugang zu Geheimdienstberichten gehabt habe. Der Sender BBC hatte Kelly als "ranghohe Geheimdienstquelle" in seinem Bericht bezeichnet, mit dem er Premierminister Tony Blair wegen seiner Begründung für den Krieg in schwere Bedrängnis gebracht hatte. Die Regierung wies die BBC-Beschreibung Kellys zurück und nannte ihn lediglich einen "technischen Experten".

Hatfield sagte demgegenüber, Kelly habe das Geheimdienstmaterial anfordern können, "das er kennen musste". Auch dass Kelly mit Journalisten gesprochen und Kontakt gesucht habe, habe "definitiv zu seiner Arbeitsplatzbeschreibung gehört". Der Waffenexperte und Berater war die wichtigste Quelle für einen BBC-Bericht, wonach Großbritannien die Bedrohung durch Saddam Hussein aufbauschte, um den Krieg gegen Irak zu rechtfertigen.

Die Kelly-Affäre im Dossier: Irak nach dem Krieg

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