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Chronologie

Die Kelly-Affäre auf einen Blick

Die Affäre um den britischen Biowaffenexperten und Regierungsberater David Kelly hat ihren Ursprung am 24. September 2002. Damals sagte der britische

Die Affäre um den britischen Biowaffenexperten und Regierungsberater David Kelly hat ihren Ursprung am 24. September 2002. Damals sagte der britische Premierminister Tony Blair, der Irak könne binnen 45 Minuten Massenvernichtungswaffen einsetzen. Als sich Kelly am 22. Mai mit Andrew Gilligan traf, einem Reporter des britischen Radiosenders BBC, nahm die Affäre ihren Lauf.

29. Mai: Unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtet Gilligan im Radio, die Regierung habe in ihrem Irak-Dossier die Gefährlichkeit des Landes gegen den Willen der Geheimdienste bewusst aufgebauscht ("sexed up"). Die 45-Minuten-Aussage steht dabei im Mittelpunkt.

1. Juni: Gilligan macht in der Zeitung "Mail on Sunday" Blairs Kommunikationschef Allister Campbell für die umstrittene Passageverantwortlich. Campbell weist die Vorwürfe Ende Juni vor einem Irak- Untersuchungsausschuss des Unterhauses zurück.

7. Juli: Der Ausschuss entlastet in seinem Abschlussbericht die Regierung vom Vorwurf der Täuschung, bezeichnet die 45-Minuten-Aussage aber als überbetont.

9. Juli: Das Verteidigungsministerium nennt Kelly inoffiziell als mögliche Quelle des BBC-Berichts.

15. Juli: Kelly wird vom Auswärtigen Ausschuss des Parlaments teils rüde verhört. Er räumt ein, Gilligan getroffen zu haben,bestreitet aber, alleinige Quelle des BBC-Berichts gewesen zu sein.

8. Juli: Kelly wird mit aufgeschnittenen Pulsadern tot in einem Waldstück aufgefunden.

20. Juli: Blair weist Rücktrittsforderungen zurück. Auch Verteidigungsminister Geoff Hoon gerät unter Druck, weil sein Ministerium den Namen Kellys in die Öffentlichkeit lancierte. Die BBC nennt Kelly als Quelle ihres Berichtes und gerät damit selbst ins Kreuzfeuer der Kritik.

23. Juli: Ein Tonbandmitschnitt eines weiteren BBC-Interviews mit Kelly wird bekannt. Darin hatte der Experte Anfang Juni vonder "Besessenheit" der Blair-Regierung in der Irak-Frage gesprochen.

1. August: Der kurz nach dem Tod Kellys von der Regierung eingesetzte Lordrichter Brian Hutton nimmt seine Untersuchungenauf, um die Todesumstände des Experten aufzuklären.

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