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Im vergangenen Monat gab der libysche General Haftar seinen Truppen den Befehl zum Angriff auf die Hauptstadt Tripolis, wo die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat.

Flüchtlinge

UN: Keinen nach Libyen bringen

Lage von Flüchtlingen sei „verheerend“.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die Europäische Union mit Nachdruck zur Mithilfe aufgerufen, die Situation in den libyschen Haftlagern zu verbessern und einen Rücktransport von Migranten in diese Lager zu verhindern. „Menschen, die von der libyschen Küstenwache im Mittelmeer gerettet werden, sollten auf keinen Fall wieder in die Haftlager in Libyen zurückgebracht werden“, sagte der Leiter des UNHCR in Deutschland, Dominik Bartsch, der „Welt am Sonntag“. „Es muss jede politische Einflussmöglichkeit – auch seitens der EU – genutzt werden, um das Leid in den Lagern zu beenden.“ Die humanitäre Situation der Menschen in den Lagern sei „verheerend“.

Unterdessen wurde bekannt, dass die 65 von der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch geretteten Bootsflüchtlinge nun doch in Italien an Land gehen dürfen. Das zivile Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ hatte die insgesamt Migranten am Mittwoch vor der Küste Libyens aus Seenot gerettet und zunächst keine Erlaubnis erhalten, einen italienischen Hafen anzusteuern. (kna/afp)

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