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Keine Staatsangelegenheit

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Von: Pitt von Bebenburg

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Wer sich nicht impfen lässt, schadet der Gemeinschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass er oder sie eine andere Person mit dem Coronavirus infiziert, erhöht sich mit der Impfverweigerung. Daher müssen so viele Menschen wie möglich davon überzeugt werden, sich piksen zu lassen. Eine mit Strafen belegte Impfpflicht dient aber nicht dazu, mehr Menschen von den Vorteilen des Impfens zu überzeugen.

Eher im Gegenteil. Alles wäre ganz einfach, wenn jede vollständige Impfung gefährliche Verläufe der Krankheit verhindern würde. So ist es aber nicht. Es sterben auch Menschen an Corona, die geboostert sind. Alles wäre ganz einfach, wenn Vakzine in keinem Fall unangenehme Impffolgen zeitigen würden. So ist es aber nicht. Impfschäden sind selten, aber sie kommen vor. Wer also kann einem Menschen verübeln, sich gegen die Impfung zu entscheiden, wenn jemand im Familien- oder Freundeskreis schwerwiegende Impfschäden erlitten hat? Wer will gegen eine Impfverweigerung wettern, wenn es im nahen Umfeld einen Todesfall trotz Impfung gab? Der Staat sollte sich nicht anmaßen, den Menschen das Recht auf solche Entscheidungen zu nehmen. Er sollte mit guten Argumenten jene überzeugen, die dafür erreichbar sind.

Pitt von Bebenburg, Hessen-Korrespondent

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