Kein Schnee am Kilimandscharo

Afrika-Atlas des UN-Umweltprogramms zeigt Öko-Krise des Kontinents

Nur noch rund zwölf Jahre mit weißer Kappe: der Kilimandscharo. Mit seinen 5895 Metern ist er der höchste Berg Afrikas, im Nordosten Tansanias gelegen. Doch der Gletscher des gewaltigen Bergmassivs schmilzt offenbar unaufhaltsam dahin. Die beiden Satellitenfotos, die das UN-Umweltprogramm (unep.org) jetzt in einem Afrika-Atlas veröffentlicht hat, zeigen den Eisrückgang zwischen 1976 und 2006. Unep-Experten gehen davon aus, dass der Gletscher bis 2020 komplett verschwunden sein wird. Die Kilimandscharo-"Enteisung" ist freilich nur eine von vielen ökologischen Veränderungen, die auf dem Kontinent zu verzeichnen sind. Die Fotos in dem 400-Seiten-Atlas zeigen etwa den schrumpfenden Tschad-See, Abholzung im Kongo, Vernichtung von Mangroven in Guinea und Bebauung fruchtbarer Böden in Ägypten. Aber es gibt auch Hoffnung. Unep-Chef Achim Steiner: "Der Atlas zeigt viele Orte, wo die Menschen die Natur zurückgeholt haben." Wo es heute mehr Wald als vor 30 Jahren gibt, wo degradierte Böden wieder fruchtbar gemacht wurden. jw

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