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Das Bundeskriminaltamt erhofft sich von den Unterlagen Informationen über Steuersünder.

Steuerbetrüger

BKA kauft Panama-Papers

Die Behörde zahlt fünf Millionen Euro für die Unterlagen.

Enthüllungen über dubiose Briefkastenfirmen brachten im vergangenen Jahr Prominente und Politiker weltweit in Erklärungsnöte – nun wertet das Bundeskriminalamt (BKA) die sogenannten Panama Papers auf der Suche nach Steuerbetrügern und im Kampf gegen organisierte Kriminalität aus. Der Datensatz werde gemeinsam mit der hessischen Finanzverwaltung geprüft, „um strafrechtlichen und steuerrechtlichen Tatbeständen nachzugehen“, teilte das BKA am Dienstag in Wiesbaden mit.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen erfuhr, wurden für die Beschaffung der Dokumente fünf Millionen Euro gezahlt. Mehrere Behörden hätten sich die Kosten geteilt. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Erwerb der Panama Papers berichtet. Um eine elektronische Auswertung zu ermöglichen, bereitet das BKA den mehrere Millionen Dateien umfassenden Bestand derzeit auf. Die Sichtung werde voraussichtlich mehrere Monate dauern, hieß es aus der Wiesbadener Behörde.  (afp)

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