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Bei einem Gemeindebesuch zum Krisengespräch in Köln zeigten Gläubige dem Kardinal die Rote Karte.
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Bei einem Gemeindebesuch zum Krisengespräch in Köln zeigten Gläubige dem Kardinal die Rote Karte.

Missbrauchsskandal

Wende im Missbrauchsskandal: Papst Franziskus schickt Bischöfe nach Köln

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Nachdem die Aufarbeitung von Missbrauchsskandalen im Erzbistum Köln Kardinal Woelki in eine Krise gestürzt hat, schickt der Papst nun eine Prüfungskommission.

Rom/Köln – Mit einem im März veröffentlichten Gutachten über frühere Missbrauchsfälle im Erzbistum Köln, das Kardinal Rainer Maria Woelki von Pflichtverletzungen entlastete, sollte eigentlich Ruhe einkehren in der Domstadt. Doch die Krise, in der sich das größte katholische Bistum Deutschlands befindet, wurde damit nur noch befeuert. Jetzt entsendet Papst Franziskus eine sogenannte Apostolische Visitation nach Köln: Kardinal Anders Arborelius, Bischof von Stockholm, und Johannes van den Hende, Bischof von Rotterdam, sollen nun Licht ins Dunkel bringen. Dafür hat der Vatikan sie mit weitgehenden Vollmachten ausgestattet.

Im Fokus stehen neben dem Umgang von Kardinal Woelki mit der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in seinem Bistum auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße – ehemals Personalchef in Köln – sowie die beiden beurlaubten Kölner Weihbischöfe Dominikus Schwaderlapp und Ansgar Puff. Auch ihr Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs wird von den beiden Beauftragten des Papstes untersucht.

Kirchenaustritte nach Missbrauchsskandal: Woelki muss sich Prüfern von Papst Franziskus stellen

Das Erzbistum Köln befindet sich seit vielen Monaten in einer tiefen Vertrauenskrise, was zuletzt dafür sorgte, dass Austrittstermine aus der Katholischen Kirche über Monate ausgebucht waren. Alles begann damit, dass Woelki sich im März 2020 kurzfristig gegen die Veröffentlichung eines von ihm selbst in Auftrag gegebenes Gutachtens entschieden hatte – angeblich auf der Basis rechtlicher Bedenken. Ein neues Gutachten, das im März veröffentlicht wurde, sprach Woelki von Pflichtverletzungen frei, während es den Hamburger Erzbischof Heße belastete, der daraufhin seinen Rücktritt anbot. Die Vorwürfe gegenüber Kardinal Woelki wurden damit jedoch nicht leiser, weshalb der Vatikan nun die Überprüfung angeordnet hat. Zuletzt hatten laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur 14 der 15 Kreis- und Stadtdechanten von Woelki „persönliche Konsequenzen“ gefordert.

„Die Gesandten des Heiligen Stuhls werden sich im Laufe der ersten Junihälfte vor Ort ein umfassendes Bild von der komplexen pastoralen Situation im Erzbistum verschaffen“, teilte das Erzbistum Köln am Freitag nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie würden „eventuelle Fehler Seiner Eminenz Kardinals Woelkis“ untersuchen. Woelki teilte mit, er begrüße die Entscheidung des Papstes, die Apostolischen Visitation zur Klärung zu entsenden. (Sandra Kathe mit dpa)

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