ZdK sucht das Gespräch

Katholiken vertagen Wahl

Nach dem Zerwürfnis mit der Bischofskonferenz hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) die Wahl seines Präsidenten auf November verschoben.

Berlin. Nach dem Zerwürfnis mit der Bischofskonferenz hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) die Wahl seines Präsidenten auf November verschoben. Die Ablehnung des Kandidaten Heinz-Wilhelm Brockmann durch die Bischöfe habe die Laienorganisation "mit Bestürzung und Unverständnis" aufgenommen, sagte ZdK-Präsident Hans Joachim Meyer am Rande der Frühjahrsvollversammlung am Freitag in Berlin. Brockmann hätte zum Nachfolger Meyers gewählt werden sollen, der nach zwölf Jahren aus dem Amt scheidet.

Brockmann ist Mitbegründer des Vereins Donum Vitae, der eine katholisch geprägte Schwangerenkonfliktberatung anbietet und auch den für eine straffreie Abtreibung nötigen Schein ausstellt. Die Bistümer in Deutschland mussten auf Weisung von Papst Johannes Paul II. vor Jahren aus dieser Form der Beratung aussteigen.

Das ZdK will in Gesprächen mit den Bischöfen eine Lösung suchen. Diese hatten dem CDU-Politiker Brockmann, Staatssekretär im hessischen Bildungsministerium, die erforderliche Bestätigung ohne Nennung von Gründen verweigert. Die SPD-Politikerin Karin Kortmann, im ZdK für politische Grundsatzfragen zuständig, stellte dieses Vetorecht in Frage. dpa

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