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Unwetter und Hochwasser

Katastrophe in der Eifel: Angela Merkel sichert Soforthilfen zu

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Kanzlerin Merkel besucht erneut die von Unwetter und Hochwasser betroffenen Gebiete im Westen Deutschlands.

Frankfurt - Verwüstungen und Schäden dominieren die Landschaft in Bad Münstereifel. Der Ort ist eines der Hochwassergebiete in der Eifel und wurde schwer von den Unwettern getroffen. Finanzielle Nothilfen sollen hier und in anderen betroffenen Gebieten den Wiederaufbau ermöglichen. Das sagte Angela Merkel (CDU) bei ihrem Besuch am Dienstag (20.07.2021).

Die Schäden an der Infrastruktur sind jetzt schon klar zu erkennen: zerstörte Straßen, Bahngleise, Brücken, Mobilfunkmasten, Strom-, Gas- und Trinkwasserleitungen, immer mehr Probleme werden bekannt. Um schnell Abhilfe schaffen zu können, sollen bürokratische Hürden gesenkt werden. Das Geld solle „schnell zu den Menschen“ kommen, sagte Merkel. Sie hoffe, dass dies nur eine „Sache von Tagen“ sei.

Unwetterkatastrophe in Westdeutschland: Angela Merkel und Armin Laschet vor Ort

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von NRW, sprach sich ebenfalls für unbürokratische Soforthilfen aus. „Die Formulare und die Anträge müssen ganz simpel sein, ganz einfach sein. Und sie sollen noch in dieser Woche fertig sein, damit recht bald das Auszahlen der ersten Gelder beginnen kann“, sagte er bei dem Besuch mit der Kanzlerin. Laschet steht derzeit in der Kritik und viele Menschen fragen sich, ob der CDU-Politiker ein guter oder schlechten Krisenmanager ist.

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, seien allein sieben Regionalverkehrsstrecken der Bahn in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz komplett lahmgelegt. Die Wassermassen hätten sie so zerstört, dass man sie entweder neu bauen oder umfangreich sanieren müsse. Rund 600 Kilometer Gleise seien von den Schäden betroffen. Das teilte die Deutsche Bahn mit.

Die Wiedererrichtung etwa von Straßen und Bahnstrecken werde länger als ein paar Monate dauern, sagte Merkel. Klar sei, „dass wir hier einen sehr langen Atem brauchen werden“, sagte die Kanzlerin. Sie erklärte darüber hinaus, dass das Bundeskabinett nun ein Programm für (unbürokratische, sofortige) finanzielle Hilfe auflegen werde. Außerdem wolle man mit den Ministerpräsidenten aller Länder über einen Aufbauplan sprechen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, informieren sich in Bad Münstereifel über die Lage im vom Hochwasser betroffenen Gebiet.

Katastrophe in der Eifel: Kanzlerin Merkel macht sich ein Bild der „entsetzlichen Zustände“

In Bad Münstereifel versicherte die CDU-Politikerin dem Landrat des Kreises Euskirchen, Markus Ramers, und Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian: „Wir werden Sie nicht nach kurzem vergessen, sondern wir werden uns immer wieder ein Bild darüber machen, wie es mit dem Wiederaufbau steht.“

Die Stadt sei „so schwer getroffen, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt“, sagte Merkel. Es seien „entsetzliche Zustände“ für die betroffenen Menschen in Westdeutschland und die Schäden seien erschreckend. „Das Einzige, was tröstet, ist die Solidarität der Menschen“, stelle die Kanzlerin fest. Am Wochenende zuvor war Merkel bereits in Rheinland-Pfalz gewesen und hatte sich dort ein Bild von der Hochwasserlage gemacht. (jey/dpa)

Rubriklistenbild: © Wolfgang Rattay/dpa

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