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Als Ferkel verkleidet: Peta demonstriert für ihre Rechte. 

Kastration

Peta lässt Ferkel Verfassungsbeschwerde einreichen

Im Namen von Schweinen will die Tierschutzorganisation Peta beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Beschwerde einreichen. 

Die Tierrechtsorganisation Peta will am Dienstag im Namen von Schweinen beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Beschwerde einreichen. Erstmals in der deutschen Rechtsgeschichte würden Ferkel selbst als Beschwerdeführer auftreten, teilte Peta am Montag in Stuttgart mit. Ziel sei es, einen Präzedenzfall zu schaffen, der Tieren zu juristischen Grundrechten verhelfe.

Peta gegen Fristverlängerung bei Kastration 

Die Beschwerde richtet sich gegen die Fristverlängerung bei der betäubungslosen Kastration männlicher Ferkel. „Es widerspricht dem Tierschutzgesetz und dem Staatsziel Tierschutz“, heißt es in der Mitteilung. Begleitet werde die Aktion von einer Demonstration mit als Tieren verkleideten Protestlern.

Männliche Ferkel werden kastriert, um den für manche Menschen unangenehmen „Ebergeruch“ zu vermeiden, der bei der Zubereitung des Fleisches auftreten kann. Das deutsche Tierschutzgesetz schreibt vor, dass ein schmerzhafter Eingriff bei einem Wirbeltier nicht ohne Betäubung durchgeführt werden darf. Es lässt allerdings auch die Ausnahme zu, dass Ferkel bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden dürfen.

Peta klagt mithilfe von Ferkeln

Der Bundestag hatte das Ende dieser Praxis 2013 mit einer Übergangsfrist bis Ende 2018 beschlossen. Kurz vor Ablauf der Frist verlängerte der Bundestag die Übergangsfrist um zwei weitere Jahre bis Ende 2020.

Peta Deutschland wurde 1994 in Hamburg gegründet. Der Verein vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, an ihnen zu experimentieren, sie zu essen, sie anzuziehen oder sich von ihnen unterhalten zu lassen. Hauptsitz von Peta ist seit 2014 Stuttgart, eine weitere Niederlassung befindet sich in Berlin. (epd)

Debatte über Tierfütterung

Der Tierschutz bestimmt aktuell auch eine Debatte rund um den Frankfurter Zoo. Dort werden extra gezüchtete Zwergziegen an Raubtiere verfüttert. Die Zwergziegen leben vor ihrer Verfütterung im Streichelzoo; für viele Menschen ist diese Praxis nicht nachvollziehbar, entsprechend zeigen sie sich entrüstet. In der FR diskutieren die Peta-Referentin Yvonne Würz und der stellvertretende Direktors des Zoos, Stefan Stadler, über die Frage, ob diese Fütterungspraxis legitim ist. (FR) 

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