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Historischer Wechsel: Karine Jean-Pierre wird erste schwarze Pressesprecherin im Weißen Haus

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Von: Isabel Wetzel

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Karine Jean-Pierre wird die neue Sprecherin für US-Präsident Joe Biden – als erste schwarze und offen lesbisch lebende Frau.

Washington – Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki, verlässt das Weiße Haus – und mit ihrer Nachfolgerin übernimmt erstmals eine Schwarze Frau den wichtigen Posten. Karine Jean-Pierre startet Mitte Mai als Chefsprecherin von Joe Biden, wie das Weiße Haus am Donnerstag (O5. Mai, Ortszeit) ankündigte. Die 44-jährige Jean-Pierre wird außerdem die erste offen lesbische Sprecherin im Weißen Haus. „Dies ist ein historischer Moment, und das ist mir nicht entgangen“, sagte Jean-Pierre. Sie ist aktuell Psakis Stellvertreterin.

Jen Psaki begrüßte die Entscheidung für ihre Nachfolgerin: Es sei „fantastisch, weil Repräsentation wichtig ist“, erklärte sie bei der Verkündung. „Sie wird die erste schwarze Frau und die erste Person, die offen der LGBTQ+-Gemeinschaft angehört, die als Pressesprecherin des Weißen Hauses dienen wird“, ergänzte Psaki später via Twitter. „Sie wird vielen eine Stimme geben, aber auch vielen große Träume über das ermöglichen, was wirklich möglich ist.“

Karine Jean-Pierre
Geburtstag13. August 1977
Alter44 Jahre
ParteiDemokraten
NationalitätUS-Amerikanerin

Keine Überraschung: Bidens Pressesprecherin Jen Psaki verlässt das Weiße Haus

Als Sprecherin des Präsidenten stellte sich Psaki seit Bidens Amtsantritt im Januar vergangenen Jahres nahezu täglich im Weißen Haus ausführlich Fragen der Presse. Deshalb gehört sie zu den prominenten Gesichtern der Regierung in den USA. Dass Psaki ihren Posten aufgibt, ist keine Überraschung: Die 43-Jährige plant nach Medienberichten einen Wechsel zum Fernsehsender MSNBC. Psaki bestätigte die Berichte in der Vergangenheit nicht, bestritt sie jedoch auch nicht.

Jen Psaki umarmt ihre Nachfolgerin als Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre. Der Wahl kommt historische Bedeutung zu.
Jen Psaki umarmt ihre Nachfolgerin als Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre. Der Wahl kommt historische Bedeutung zu. © Evan Vucci/dpa

„Eine starke Stimme“: Jean-Pierre wird erste schwarze und offen lesbische Sprecherin des US-Präsidenten

Karine Jean-Pierre arbeitete bereits für die Regierung des früheren Präsidenten Barack Obama und ist eine langjährige Beraterin von Joe Biden. Sie bringe nun die Erfahrung, das Talent und die Integrität mit, die für diese schwierige Aufgabe erforderlich sei, erklärte Biden. „Sie wird eine starke Stimme sein, die für mich und diese Regierung spricht.“ Sie wurde im französischen Überseegebiet Martinique geboren und wuchs in New York auf. Dort studierte sie an der Elite-Universität Columbia. Sie sprang bei Pressekonferenzen bereits immer mal wieder für Psaki ein und begleitete Biden regelmäßig auf Reisen.

In den vergangenen Wochen war immer wieder spekuliert worden, wer Psaki auf dem Posten der Sprecherin folgen könnte. Neben Jean-Pierre kursierte zum Beispiel auch der Name des Pentagon-Sprechers John Kirby. Psaki holte Jean-Pierre am Donnerstag (5. Mai) bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus auf die Bühne und beglückwünschte sie. „Sie bringt jahrzehntelange Erfahrung in diese Aufgabe ein“, sagte Psaki. Jean-Pierre werde Vielen eine Stimme geben und zeigen, was möglich sei, wenn man große Träume habe. Beide umarmten sich.

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„Ich verstehe, wie wichtig es für so viele Menschen da draußen ist“, antwortete Jean-Pierre auf die Frage eines Reporters nach der historischen Bedeutung. Sie sagte außerdem, dass sie keinen Zweifel in ihrem Leben daran gehabt habe, eine solche Position jemals zu bekommen. „Ich habe einfach hart darauf hingearbeitet.“ Biden hatte stets versprochen, dass seine Regierungsmannschaft bei Geschlecht, Hautfarbe und sexueller Orientierung die Vielfalt der US-Bevölkerung widerspiegeln soll. Erst Anfang April war mit Ketanji Brown Jackson die erste schwarze Frau am Supreme Court der USA bestätigt worden. (iwe/dpa/AFP)

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