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Kanzler Olaf Scholz verliert weiter an Zustimmung und fällt auf unter 40 Prozent

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Von: Katja Thorwarth

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Kanzler Olaf Scholz verliert an Zustimmungswerten.
Kanzler Olaf Scholz verliert an Zustimmungswerten. © Jens Büttner/dpa

In den aktuellen Umfragen von RTL/ntv macht sich die Unzufriedenheit der wahlberechtigten Befragten mit Bundeskanzler Olaf Scholz bemerkbar.

Berlin/Frankfurt - Nach einer aktuellen Meinungsumfrage hat die generelle Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Olaf Scholz unter den Befragten gegenüber der letzten Erhebung Anfang Mai erneut spürbar abgenommen. Das RTL/ntv-Trendbarometer hat ermittelt, dass nur 41 Prozent (- 7 Prozentpunkte) derzeit mit der Arbeit des SPD-Kanzlers (sehr) zufrieden, hingegen 56 Prozent (+ 9 Prozentpunkte) weniger oder gar nicht zufrieden sind mit seiner Arbeit.

Mehrheitlich zufrieden sind die Anhänger der SPD (74%) und in deutlich geringerem Maße die der Grünen (53%). Die Anhänger der FDP (55%) sind wie auch CDU/CSU-Wähler:innen (63%) und die der AfD (91%) weniger oder gar nicht zufrieden.

Trendbarometer: Kanzler Scholz sackt in Umfragen weiter ab

Trotz der sich verschlechternden Werte teilt weiterhin nur eine Minderheit (35%) die Kritik an ihm, die Ukraine im Krieg gegen Russland zu zögerlich bei der Lieferung von schweren Waffen zu unterstützen. Eine Mehrheit von 58 Prozent, allerdings etwas weniger als noch Ende Mai, hält in der Frage nach seinem Umgang mit Waffenlieferungen das Verhalten von Olaf Scholz im Ukraine-Krieg weiterhin für angemessen.

68 Prozent glauben im Trendbarometer, dass der Ukraine-Krieg diplomatisch gelöst wird

Weiterhin glaubt nur ein Viertel der Befragten (25%), dass der Krieg in der Ukraine militärisch gewonnen werden kann. 68 Prozent meinen hingegen, dass ein Ende des Krieges letztlich nur durch Verhandlungen und eine diplomatische Lösung erreicht wird.

Transparenz

Die Daten zur Zufriedenheit mit der Arbeit von Kanzler Olaf Scholz im Ukraine-Krieg wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 10. Juni bis 13. Juni 2022 erhoben. Datenbasis: 1.002 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Trendbarometer: 54 Prozent machen Merkel keine Vorwürfe für Russlandpolitik

Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der letzten Woche in einem Interview erklärt, dass sie keinen Grund sieht, sich für die Russlandpolitik während ihrer Amtszeit zu entschuldigen. Eine Mehrheit von 54 Prozent - quer durch alle politischen Lager - teilt die Ansicht Merkels, dass es diesbezüglich keinen Grund gebe. Nur eine Minderheit (36%) ist gegenteiliger Auffassung.

Weiter ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der Befragten (68%) der Meinung, dass man zur Sicherung der Energieversorgung in Deutschland die für dieses Jahr vorgesehene Abschaltung aller Kernkraftwerke überdenken sollte. 29 Prozent finden, die Abschaltung sollte wie vorgesehen stattfinden. Für ein Festhalten am Ausstieg aus der Kernenergie in diesem Jahr sprechen sich mehrheitlich ausschließlich die Anhänger der Grünen (60%) aus.

Kanzlerpräferenz im Trendbarometer: Olaf Scholz verliert an Zustimmung

In einer weiteren Umfrage in einem ähnlichen Zeitraum (siehe Transparenz) wurden die Parteipräferenzen abgefragt. Hier zeigen sich gegenüber der Vorwoche nur geringfügige Veränderungen. So gewinnt die SPD einen Prozentpunkt hinzu, während die AfD einen Prozentpunkt einbüßt. Die Werte für alle anderen Parteien verändern sich nicht. Damit liegen CDU/CSU mit unverändert 27 Prozent vier Prozentpunkte vor den Grünen (23%) und 7 Prozentpunkte vor der SPD (20%). Die AfD könnte mit 9, die FDP mit 8 und die Linke mit 4 Prozent der Wählerstimmen rechnen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 20 Prozent und damit unter dem Anteil bei der Bundestagswahl 2021 (23,4%).

Bei der Kanzlerpräferenz fällt Olaf Scholz unter die 40-Prozent-Marke. 38 Prozent (- 3 Prozentpunkte) aller befragten Wahlberechtigten würden sich aktuell für Scholz und 21 Prozent (+ 1 Prozentpunkt) für Friedrich Merz entscheiden, wenn sie ihren Bundeskanzler direkt wählen könnten. Von den SPD-Anhänger:innen würden sich 83 Prozent für Scholz, von denen der der CDU/CSU 52 Prozent für Merz entscheiden.

Transparenz

Die Daten zur Kanzlerpräferenz wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 7. Juni bis 13. Juni 2022 erhoben. Datenbasis: 2.511 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Trendbarometer: 50 Prozent trauen keiner Partei die Problemlösung in Deutschland zu

Schlecht sieht es bei allen Parteien in Sachen Problemlösungskompetenz aus: 20 Prozent aller befragten Wahlberechtigten (- 2 Prozentpunkte) trauen aktuell den Grünen, 12 Prozent (+ 1 Prozentpunkt) der CDU/CSU, 11 Prozent der SPD, 3 Prozent der FDP (+ 1 Prozentpunkt) und 4 Prozent (+ 1 Prozentpunkt) den sonstigen Parteien politische Kompetenz zu. 50 Prozent trauen derzeit keiner Partei die Lösung der Probleme im Land zu.

12 Prozent der Bundesbürger rechnen derzeit mit einer Verbesserung, 69 Prozent mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. 15 Prozent erwarten keine Veränderung. (Katja Thorwarth)

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