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Kanye West zum Antisemiten des Jahres gekürt

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Von: Moritz Serif

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Kanye West
Der Wirbel um Kanye West reißt nicht ab. © Ashley Landis/AP/dpa

Kanye West gilt als Antisemit des Jahres. Der Rapper hatte sich in der Vergangenheit einige verbale, antisemitische und rassistische Entgleisungen geleistet.

Washington D.C. – Der Rapper Kanye West ist am Sonntag (12. Dezember) von der Organisation „StopAntisemitism“ zum „Antisemiten des Jahres“ ernannt worden. Auf Twitter veröffentlichte die Organisation ein Video, das Wests neuen Titel ankündigt. In dem Clip wird die lange Liste von Fehltritten des Rappers, der jetzt rechtlich als „Ye“ bekannt ist, aufgezeigt.

„Kanye Wests Gewaltandrohungen, hasserfülltes Verhalten und Hassreden haben ihn zum diesjährigen Titelgewinn geführt“, heißt es. Am 8. Oktober hatte West damit gedroht, Jüd:innen zu verletzen. Der Rapper wurde anschließend von Twitter gebannt. Außerdem kündigte Adidas eine Partnerschaft auf.

West fällt immer wieder durch antisemitische Parolen auf

Twitter-CEO Elon Musk setzte Wests Konto später wieder ein, sperrte es aber kurz darauf wieder, nachdem West ein Bild eines Hakenkreuzes über dem Davidstern, einem Symbol des Judentums, mit der Bildunterschrift geteilt hatte. Anschließend beleidigte West Musk. Außerdem hatte der Rapper in einem Interview gesagt, dass er sehr viel gute Dinge in Adolf Hitler sehe.

Mittlerweile hat sich auch Ex-Präsident Donald Trump in der Causa zu Wort gemeldet und verteidigte den Rapper. „Ich helfe also einem ernsthaft in Schwierigkeiten steckenden Mann, der zufällig schwarz ist, Ye (Kanye West), der in seinem Geschäft und praktisch in allem anderen dezimiert wurde, und der immer gut zu mir war, indem ich seiner Bitte um ein Treffen in Mar-a-Lago nachkomme, allein, damit ich ihm einen dringend benötigten ‚Rat‘ geben kann.“

West wollte Trumps Vizepräsidentschaftskandidat werden

West hatte zuvor gesagt, dass, er nach Mar-a-Lago gegangen sei, um Trump zu bitten, sein Vizepräsidentschaftskandidat zu werden, nachdem er seine eigene Kandidatur für das Präsidentenamt im Jahr 2024 angekündigt hatte. „Er tauchte mit drei Leuten auf, von denen ich zwei nicht kannte, der andere war eine politische Person, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe“, sagte Trump. Er habe West gesagt, dass er nicht „für das Amt kandidieren“ solle, weil es „eine totale Zeitverschwendung“ sei. Als Reaktion auf seine anhaltende antisemitischen Parolen wurde West auch von seiner Talent-Agentur gekündigt. Auch sein Anwalt möchte ihn nicht weiter vertreten. (mse)

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