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Michael Bloomberg will für die Demokraten in den Wahlkampf ziehen. 

Kommentar

Alarm bei den Demokraten

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Wenn der Multi-Milliardär Michael Bloomberg demokratischer Präsidentschaftskandidat wird, dann ist das ein Misstrauensvotum gegen alle anderen Bewerber. Ein Kommentar.

Rekordverdächtige 26 Frauen und Männer haben sich um die demokratische Präsidentschaftskandidatur bemüht. Insofern mag es überraschen, wenn nun der Auftritt eines weiteren potenziellen Trump-Herausforderers für politischen Wirbel sorgt.

Doch der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg ist nicht irgendein Spinner, der vom Weißen Haus träumt. Der erfolgreiche Unternehmer genießt Ansehen weit über die Parteigrenzen hinaus und verfügt über beinahe unbegrenzte finanzielle Mittel für eine mögliche Kampagne.

Vor allem aber ist Bloombergs Auftritt ein Alarmsignal. Zwar hat sich mit dem moderaten Ex-Vizepräsident Joe Biden, der linken Senatorin Elizabeth Warren und dem noch linkeren Senator Bernie Sanders ein solides Spitzentrio im Bewerberfeld herausgebildet. Doch immer größer werden die Zweifel vieler Demokraten, ob einer dieser Politiker den Amtsinhaber Trump schlagen kann.

Offenbar hält Bloomberg die Defizite der Demokraten für dramatisch. Noch im März hatte er eine Kandidatur abgelehnt. Tritt er an, wäre das ein Misstrauensvotum gegen Biden, mit dem er um die Wähler der Mitte streitet. Ob ein 77-jähriger Multimilliardär aber die Parteibasis für sich begeistern könnte, steht auf einem anderen Blatt. 

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