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US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei der Erklärung zum ratifizierten Gesetz gegen Hasskriminalität: „Wichtiger Moment in der Geschichte“.
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US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei der Erklärung zum ratifizierten Gesetz gegen Hasskriminalität: „Wichtiger Moment in der Geschichte“.

Rassismus in den USA

Klartext von Kamala Harris: Amerika hat ein Rassismusproblem

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Bei einer gemeinsamen Erklärung zum neuen Gesetz gegen Hasskriminalität in den USA findet Vizepräsidentin Kamala Harris klare Worte zur Lage der Gesellschaft.

Washington D.C. – Mit großer Mehrheit haben sich beide Kammern des US-Parlaments für ein Gesetz gegen Hasskriminalität ausgesprochen, das am Donnerstag (20.05.2021) durch US-Präsident Joe Biden unterzeichnet wurde. Vizepräsidentin Kamala Harris hatte – damals noch als Senatorin der Demokraten in Kalifornien – den Gesetzesentwurf im vergangenen Jahr gemeinsam mit Mazie Hirono (Senatorin in Hawaii) und Grace Meng (Abgeordnete im Repräsentantenhaus für New York) den Anstoß gegeben. Sie bezeichnete das Gesetz als wichtigen ersten Schritt, betonte aber, dass die Anstrengungen der Regierung im Kampf gegen Rassismus damit erst richtig beginnen würden.

„In Amerika gibt es Rassismus. In Amerika gibt es Xenophobie. Islamophobie, Antisemitismus, Homophobie, Transphobie: all das ist hier Realität. Darum ist und bleibt es eine wichtige Aufgabe, Ungerechtigkeiten – in welcher Form auch immer – aufzuzeigen“, betonte Vize-Präsidentin Kamala Harris, die im Januar als erste Frau die zweitmächtigste Position der USA antrat und als Nachfahrin indischer und jamaikanischer Einwanderer selbst Rassismus erlebt hat. Die Unterzeichnung des sogenannten „Covid-19 Hate Crimes Bill“, einem Gesetz gegen Hasskriminalität, die durch die Coronavirus-Pandemie vor allem gegen asiatisch-stämmige Amerikaner stark zugenommen hat, sei ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen diesen Hass, betonte Harris.

Tausende Fälle von Hasskriminalität in den USA: Kamala Harris lobt Gesetzesentwurf

Als die Resolution vergangenes Jahr eingereicht wurde, seien seit Beginn der Pandemie rund 1.100 Fälle von Hasskriminalität gegen asiatischstämmige Menschen in den USA zur Anzeige gebracht worden, erinnerte sich Harris in ihrer Rede vor Pressevertretern. Heute liege die Zahl bereits bei über 6.500. Zu den Vorfällen, die sie dabei besonders hervorhob, gehörte etwa ein Amoklauf im März 2021 in Atlanta, bei dem ein 21-Jähriger acht Menschen, darunter sechs asiatisch-stämmige Frauen, getötet haben soll.

Das neue Gesetz gegen Hasskriminalität passierte laut Erklärung von US-Präsident Joe Biden den Senat mit 94 Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme, im Repräsentantenhaus stimmten 364 Abgeordnete dafür und 62 dagegen. Es soll die Bearbeitung von Fällen von Hasskriminalität durch die amerikanischen Strafbehörden beschleunigen und eine Anzeige solcher Vorfälle vereinfachen.

Kamala Harris und Joe Biden betonen: USA einen Schritt weiter im Kampf gegen Hass

„Ich habe gesehen wie Hass den Fortschritt verhindern kann. Und ich habe gesehen, wie Menschen, die sich gemeinsam gegen Hass stellen, unser Land stärker machen“, schrieb Harris nach der Gesetzesunterzeichnung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Das neue Gesetz bringe die USA „einen Schritt weiter im Kampf gegen Hass“. Dies sei nicht nur ein Gewinn für die asiatisch-stämmigen Amerikaner, sondern für alle. (Sandra Kathe)

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