Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

US-Vizepräsidentin Kamala Harris.
+
US-Vizepräsidentin Kamala Harris.

Secret Service

Kamala Harris: Frau aus Miami droht mit Mord an Vizepräsidentin – Secret Service schreitet ein

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
    schließen
  • Sonja Thomaser
    Sonja Thomaser
    schließen

In einer Reihe von Videos spricht eine Frau davon, die US-Vizepräsidentin Kamala Harris töten zu wollen. Wie ernst sie es meint, wird dem Secret Service kurz darauf klar.

  • Eine 39-Jährige kündigt in Videobotschaften an ihren Ehepartner an, US-Vizepräsidentin Kamala Harris ermorden zu wollen.
  • Die Frau verrät über die abgefangenen Videos ihr Motiv für die Tat: Hass, gespeist aus kruden Theorien über Harris.
  • Strafverfolger des Secret Service, in den USA eine bekannte Institution, kommen der Frau auf die Schliche.

Update vom Sonntag, 18.04.2021, 10.10 Uhr: Die 39-jährige US-Amerikanerin, die Vizepräsidentin Kamala Harris gedroht hatte, sie zu ermorden, sitzt bereits im Gefängnis. Der zuständige Richter ist der Auffassung, von ihr gehe eine „Gefahr für die Öffentlichkeit“ aus, berichtet die Zeitung „Tampa Bay Times“. Niviane Petit Phelps drohten im Fall einer Verurteilung fünf Jahre Haft.

Ihr Strafverteidiger Scott Saul hat jetzt die Aufgabe, überzeugend für ein möglichst mildes Urteil für die ehemalige Krankenschwester aus Miami zu argumentieren. Die Konversation zwischen Phelps und ihrem inhaftieren Ehemann sei ein Gespräch im privaten Rahmen gewesen. Das müsse bei der Bewertung der Ernsthaftigkeit der Morddrohung berücksichtigt werden, sagte er gegenüber dem „Miami Herald“. Die „Frustration“ seiner Klientin leitet er unter anderem aus einer „volatilen politischen Landschaft“ ab.

Kamala Harris: Morddrohungen aus Florida gegen US-Vizepräsidentin

Erstmeldung vom Dienstag, 13.04.2021, 16.54 Uhr: Miami - Eine Frau aus Florida hat Videos an ihren inhaftierten Ehepartner geschickt, in denen sie laut einer beim Bundesgericht in Südflorida, USA, eingereichten Klageschrift mit der Ermordung von Vizepräsidentin Kamala Harris drohte. „Wenn ich dich auf der Straße sehe, werde ich deinen Arsch töten, Kamala Harris“, sagte Niviane Petit Phelps laut dem Onlinemagazin „Daily Beast“ angeblich in einem Video.

„Ich gehe zum Schießstand, nur für deinen Arsch“, sagte Phelps Berichten zufolge in einem anderen. In einem Video vom 18. Februar 2021 sagte sie: „In 50 Tagen, heute, markiere diesen Tag, dumme Schlampe, Kamala, verdammte Harris-Vizepräsidentin. Du wirst in 50 Tagen sterben, ich schwöre es beim verfickten Gott.“ Fotos, die von den Gefängnisbehörden abgefangen wurden, zeigen laut „Daily Beast“ eine lächelnde Phelps, die mit einer Pistole auf einem Schießstand posiert und neben einem mit Einschusslöchern übersäten Ziel steht.

Beschuldigte Frau wollte Kamala Harris erschießen

Am 22. Februar beantragte Phelps eine Erlaubnis zum Tragen einer verdeckten Waffe. Weniger als zwei Wochen später erschien der Secret Service bei ihr zu Hause. Nachdem Phelps sich zunächst geweigert hatte, mit den Agent:innen zu sprechen, stimmte sie schließlich doch zu.

US-Vizepräsidentin Kamala Harris. (Archivbild)

Sie behauptete, sie sei verärgert darüber, dass Harris Vizepräsidentin geworden sei, weil sie nicht glaube, dass sie „tatsächlich schwarz“ sei. Außerdem habe Phelps die Art und Weise, wie Harris ihre Handtasche während der Amtseinführung im Januar hielt, nicht gefallen, heißt es in der Klageschrift. Phelps erklärte jedoch, dass sie ihren Hass „überwunden habe“ und nicht beabsichtige, nach DC zu gehen, um den zuvor beschriebenen Plan auszuführen. „Hast du nicht gesagt, dass wir gehen?“, habe Phelps Tochter, die während der Befragung im Raum war, eingeworfen, worauf Phelps sofort antwortete: „Nein, wir gehen nicht.“ Als der Beamte Phelps darauf ansprach, was denn passiert wäre, wenn der Secret Service nicht bei ihr aufgetaucht wäre, antworte sie: „Ich weiß nicht, ich weiß nicht.“

Vor vier Wochen bereits Anschlag auf Kamala Harris vereitelt

Erst vor vier Wochen wurde ein Mann außerhalb des offiziellen Wohnsitzes von Kamala Harris in Washington DC festgenommen. Beamte verhafteten den 31-jährigen Paul Murray aus San Antonio, Texas. In seinem Fahrzeug hatte Murray ein halbautomatisches AR-15-Gewehr, 113 Patronen nicht registrierter Munition und fünf 30-Patronen-Magazine.

Laut Polizei war Murray ein ehemaliger Drohnenoperator der Armee, der „paranoide Wahnvorstellungen“ hatte und sagte, er würde nach DC gehen, „um sich um sein Problem zu kümmern“. Der US-Geheimdienst hat den Mann festgenommen, bevor die Polizei eintraf, teilte der Geheimdienst CNN mit. (Sonja Thomaser)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare