Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Migration und Flucht

Kamala Harris besucht Grenze zu Mexiko: Donald Trump feiert sich dafür

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
    schließen

Kamala Harris soll die Lage an der Südgrenze der USA entschärfen und reist deswegen dorthin. Donald Trump findet das toll.

Washington – US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat angekündigt, am Freitag (25.06.2021) die Grenzregion zu Mexiko besuchen zu wollen. Gemeinsam mit Alejandro Mayorkas, dem Minister für Innere Sicherheit der USA, werde sie sich in El Paso, Texas, ein Bild von der Grenze machen. Die Ankündigung folgt nach Wochen republikanischer Häme und ständigen Vorwürfen. Ihre Gegner:innen hatten Harris immer wieder beschuldigt, absichtlich die Region nicht besuchen zu wollen, obwohl sie von Präsident Joe Biden beauftragt worden war, etwas gegen die Migration aus Mittelamerika zu tun. Dies berichtet die New York Times.

Besonders hart wurde die Kritik nach Reisen nach Mexiko und Guatemala. In einem NBC-Interview mit Lester Holt fragte dieser wiederholt, weshalb sie noch nicht die Grenzregion besucht habe. Harris antwortete, dass sie Europa ja auch noch nicht besucht habe, was bei ihren Kritiker:innen und Mitgliedern der US-Regierung unter Präsident Joe Biden Verwirrung hervorrief.

USA. Vizepräsidentin Harris will sich Bild von Lage an der Grenze machen

Mehr als 180.000 Geflüchtete kamen allein im Mai 2021 über die Grenze. 500 Minderjährige landen nach Angaben der NY Times jeden Tag in Auffanglagern. Wie die Grenzbehörden mitteilen gab es in den vergangenen 20 Jahren nie so viele Grenzübertritte wie heute.

US-Vizepräsidentin will am Freitag die Südgrenze zu Mexiko besuchen

Trotzdem besuchte Harris lange Zeit die Grenze nicht. „Sie sagte in diesem Interview, dass sie die Grenze besuchen würde, und zwar dann, wenn es passt“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses zu den Reiseplänen von Kamala Harris. Offenbar ist diese Zeit nun gekommen. Seit Mitte März ist Harris für die Migration in die USA zuständig. Harris verteidigte sich stets gegen die Kritik, dass ihr Hauptaugenmerk darauf liege, die Situation in den Herkunftsländern zu verbessern und so die Personen zum Bleiben anzuregen. Unterstützer:innen legten den Demokraten nahe, nicht auf die Kritik am Kurs einzugehen. Man diene damit nur der Agenda der Republikaner.

Donald Trump feiert sich für Besuch von Kamala Harris an der Südgrenze der USA

Die feierten sich nach der Ankündigung für die Reise. Allen voran Donald Trump, der sagte, dass ohne seine Ankündigung eines Besuchs an der Grenze dort nicht hingekommen wäre, so Newsweek. „Nach Monaten des Ignorierens der Lage an der Südgrenze, ist es toll, dass Kamala Harris endlich dort hingeht und sich den enormen Schaden und Tod ansieht, den die Flüchtlinge dort erzeugt haben – ein direktes Ergebnis davon, dass Biden meine sehr harte, aber faire Grenzpolitik beendet hat“, sagte der ehemalige Präsident in einem Statement.

Bereits im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, eine Mauer an der Grenze bauen zu wollen, um Geflüchtete an der Einreise abzuhalten. Etwa 400 Meilen (ca. 644 Kilometer) wurden während seiner Amtszeit gebaut. Sein Nachfolger Joe Biden legte die Pläne aufs Eis. Der Bundesstaat Texas will die Mauer nun auf eigene Faust weiterbauen, Trump plant dafür Ende Mai einen Besuch an „seiner“ Mauer.

Rubriklistenbild: © Jacquelyn Martin/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare