US-Wahl 2020

Kamala Harris besucht zerstörtes Kalifornien: „Klimawandel ein Fakt“

  • Moritz Serif
    vonMoritz Serif
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Kamala Harris besucht ihre Heimat Kalifornien. Dort haben Waldbrände verheerende Schäden hinterlassen. Donald Trump leugnet unterdessen den Klimawandel.

  • Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris macht die Bekämpfung des Klimawandels zu ihrer Agenda.
  • Deshalb machte Sie sich in ihrer Heimat ein Bild von den Schäden, die durch Waldbrände verursacht wurden.
  • Donald Trump hingegen behauptet, dass es schon wieder kühler werde.

Kalifornien - Voller Vorfreude war Kamala Harris von den Menschen in Kalifornien erwartet worden. In dem amerikanischen Bundesstaat toben nämlich seit Wochen verheerende Waldbrände, die nicht unter Kontrolle zu bekommen sind und sogar ganze Dörfer dem Erdboden gleichmachen.

Mindestens 35 Menschen starben, viele Menschen in Kalifornien sind obdachlos geworden. Auch in Fresno zeichnet sich dasselbe Bild der Verwüstung. Die Flammen haben ihre Spuren hinterlassen - die Bäume und Wälder sind niedergebrannt, ein Auto ist vollständig zerstört. Das trifft Kamala Harris, die in Kalifornien geboren wurde und auf der Wahlkampfveranstaltung einen dynamischen Auftritt zeigte - und für ihr Outfit abgefeiert wurde. So lobte Karine Jean-Pierre die Kandidatin für ihre Timberlands.

Manch einen erinnerten die Scenen auch an Melania Trumps Texas-Besuch vor zwei Jahren, als sie Familien besuchte, die an den Grenzen voneinander getrennt waren. Trump hatte damals nämlich einen ähnlichen Style. Der feine Unterschied: Melania trug einen Zara-Caro mit der Aufschrift „I Really Don‘t Care, Do U?“. Das kam im Gegensatz zu Harris' Auftritt nicht gut an.

NameKamala Harris
BerufSenatorin der Vereinigten Staaten (Kalifornien)
AusbildungUniversity of California, Hastings College of the Law
Geboren20. Oktober 1964 (Alter 55 Jahre)

Kamala Harris über Waldbrände in Kalifornien: „Der Klimawandel ist einfach ein Fakt“

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema - der Politik. Welche Botschaft gab Kamala Harris ihren Wählern mit auf den Weg? „Der Klimawandel ist einfach ein Fakt. Und wir müssen als Land besser damit umgehen. Wir müssen verstehen, dass Kalifornien extreme Wetterbedingungen erlebt hat. Es geht um Hitze, um Trockenheit, um Blitzeinschläge. Es liegt an uns, an der Führung unseres Landes, die extremen Klima-Veränderungen ernst zu nehmen und den Schaden zu mildern“, gab die Demokratin die Antwort.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom pflichtere Harris bei. Der Klimawandel sei real. Wer der Wissenschaft nicht vertraue, solle nach Kalifornien kommen und es mit seinen eigenen Augen sehen. „Sie können diese Realität nicht leugnen“, sagte Newsom. Unterdessen war Donald Trump übrigens in einer ehemaligen Luftbasis außerhalb von Sacramento zu Besuch.

Wegen Leugnung des Klimawandels: Donald Trump treibt kalifornische Minister in die Verzweiflung

Verzweifelt versuchte Wade Crowfoot, kalifornischer Minister, den Präsidenten von der Realität zu überzeugen. „Wir wollen mit Ihnen zusammenarbeiten, um den Klimawandel zu begreifen und was er für unserer Wälder bedeutet“, sagte er. Wissenschaft sei der Schlüssel. Donald Trump widersprach ihm. „Es wird kühler werden. Schauen Sie einfach“ und trieb den Minister in die Verzweiflung.

Rubriklistenbild: © Frederic J. Brown/afp

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