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Kamala Harris wird die Vizepräsidentschaft übernehmen. Zuvor tritt sie aus dem US-Senat zurück.
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Kamala Harris wird die Vizepräsidentschaft in den USA übernehmen. Zuvor tritt sie aus dem US-Senat zurück.

Zusammen mit Joe Biden

Kamala Harris wird die erste US-Vizepräsidentin - nachdem sie den Senat verlässt

  • vonSebastian Richter
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Kamala Harris tritt ihr neues Amt als Vizepräsidentin der USA an. Ein historischer Moment, als erste Frau und erste Nicht-Weiße.

  • Kamala Harris, designierte Vizepräsidentin der USA, tritt aus dem Senat zurück.
  • In einem offenen Brief an die Amerikaner:innen zeigt sich die Demokratin hoffungsvoll.
  • Der Wandel im US-Senat ist nicht nur geprägt von Kamala Harris. Auch Raphael Warnock und Jon Ossoff sorgen für Premieren.

+++ 23.14 Uhr: Als Präsidentin des Senats hat Kamala Harris direkt zu Beginn ihrer Amtszeit drei neue demokratische Senatoren vereidigt. Raphael Warnock wird der erste Afroamerikaner, Jon Ossoff der erste jüdische Senator für den Bundesstaat Georgia.

Mit 33 Jahren wird Ossoff zudem das jüngste Mitglied im Senat seit Joe Biden sein, der sein Amt 1973 im Alter von 30 Jahren antrat. Alex Padilla wird Harris im Senat für Kalifornien ersetzen. Die Sitze im Senat sind zwischen Demokraten und Republikanern 50 zu 50 verteilt. Kamala Harris hat die entscheidende Stimme.

Kamala Harris verlässt US-Senat und meldet sich als Vizepräsidentin zu Wort

Update vom Mittwoch, 20.01.2021, 19.18 Uhr: Mit ihrer Vereidigung hat Kamala Harris ihr neues Amt als Vizepräsidentin der USA angetreten. Sie ist die erste Frau in diesem Amt und die erste Person, die sich nicht als Weiß definiert. In sozialen Netzwerken hatte Harris wenige, dafür aber bedeutungsvolle, Worte: „For the people – alway.“, englisch für: „Für die Menschen – immer.“ Eine klare Botschaft, dass sie ihr Amt in den Dienst der Wählerinnen und Wähler stellen will.

Kamal Harris tritt von ihrem Posten im US-Senat zurück

Erstmeldung vom Dienstag, 19.01.2021, 16.04 Uhr: Washington D.C. – Am 20. Januar 2021 werden Joe Biden und Kamala Harris im Weißen Haus vereidigt. Die designierte Vizepräsidentin hat kurz zuvor ihren formellen Rücktritt von ihrem Sitz im US-Senat vorgelegt. Vier Jahre lang war sie kalifornische Senatorin, als US-Vizepräsidentin wird sie auch den Vorsitz im Senat innehaben. In einem offenen Brief in der US-Zeitung „San Francisco Chronicle“ vom 18. Januar versicherte sie den Amerikaner:innen, dass ihre Arbeit noch nicht getan sei. „Das ist kein Abschied. Ja, ich scheide aus dem Senat aus. Aber nach meinem Eid werde ich dort den Vorsitz führen“, schrieb Harris. Als US-Vizepräsidentin wird sie nämlich auch Präsidentin des Senats.

Große Verantwortung für Kamala Harris als Vizepräsidentin

„Die Vizepräsidentschaft ist das einzige Amt in unserer Regierung, das ‚sowohl zur Exekutive als auch zur Legislative gehört‘“, zitiert sie den früheren Vizepräsidenten Walter Mondale, der auch dem Senat angehörte und anschließend neben Jimmy Carter ins Weiße Haus gewählt wurde. Harris kommt in diesem Amt nochmals eine ganz besondere Rolle zu. Sie wird nicht nur die erste weibliche, erste Schwarze und erste südasiatische Person im Vizepräsidentenamt sein, sondern auch die Möglichkeit des „Tie-Break“ im Senat verantworten. Aktuell gibt es gleich viele Senator:innen von Demokraten und Republikanern. Bei Gleichstand in Abstimmungen entscheidet der oder die Vorsitzende die Wahlen.

Kamala Harris fuhr in ihrem offenen Brief fort, dass sie zwar ihre Macht als Tie-Breaker im Senat nutzen wird, aber hofft, dass sie das nicht muss. „Seit der Gründung unserer Nation wurden nur 268 Stimmen bei Stimmengleichheit von einem Vizepräsidenten abgegeben. Ich beabsichtige, unermüdlich als Ihre Vizepräsidentin zu arbeiten, einschließlich, falls nötig, diese verfassungsmäßige Pflicht zu erfüllen“, schrieb sie. „Gleichzeitig ist es meine Hoffnung, dass der Senat statt eines Unentschiedens eine gemeinsame Basis finden und die Arbeit des amerikanischen Volkes erledigen wird.“

Wandel im US-Senat ohne Kamala Harris: „Veränderung ist möglich“

Ihren Sitz im Senat wird Alex Padilla, Kaliforniens Staatssekretär, einnehmen, wie der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom bereits kurz vor Weihnachten bekannt gab. Ein weiteres historisches Geschehen: Padilla wird die erste Person mit lateinamerikanischen Wurzeln aus Kalifornien sein, die im US-Senat dient. Latinos machen in Kalifornien die größte Minderheit aus, sind aber nur sehr wenig in hohen Ämtern repräsentiert.

Kamala Harris wird die Vizepräsidentschaft in den USA übernehmen. Zuvor tritt sie aus dem US-Senat zurück.

Die Veränderung macht sich auch an anderer Stelle deutlich. Durch die richtungsweisende Senatswahl in Georgia werden demnächst zwei weitere Personen vereidigt, die für den Wandel stehen. Mit Raphael Warnock tritt der erst elfte Schwarze Senator sein Amt an – insgesamt gab es fast zweitausend Senator:innen. Neben ihm wurde Jon Ossoff gewählt, der erste jüdische Senator aus dem tiefen Süden seit dem 19. Jahrhundert.

„Veränderung ist möglich“, schrieb Kamala Harris am Ende ihres Briefes. „Dafür bin ich dankbar und bereit, mich an die Arbeit zu machen.“ (Sebastian Richter)

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