Rebellenangriff

Kämpfe in der Zentralafrikanischen Republik

Zivilisten fliehen in ein Notlager der dortigen UN-Mission.

Bei Kämpfen im Norden der Zentralafrikanischen Republik wurden mindestens 37 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. „Corbeaunews Centrafrique“ berichtet im Netz, nepalesische Einheiten der UN-Mission Minusca hätten einen Angriff muslimischer Rebellen auf die Stadt Ndélé nicht zurückschlagen können.

Die Rebellen der „Vereinigung zur patriotischen Erneuerung Zentralafrikas“ (RPRC) sollen sich nun in der katholischen Kirche der Stadt verschanzt haben. Und von dort aus lieferten sie sich Gefechte mit der Rebellengruppe FPRC (Volksfront für die Wiedergeburt Zentralafrikas), die Ndélé zuvor beherrscht hatte.

Bewohner von Ndélé flohen in ein Notlager nahe dem lokalen UN-Stützpunkt. Von dort hatten FPRC-Einheiten die Menschen erst wenige Monate zuvor vertrieben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden.

Die Zentralafrikanische Republik war nach dem Sturz von Präsident François Bozizé 2013 in einem blutigen Konflikt versunken, der trotz eines Friedensabkommens vom Februar vergangenen Jahres andauert. Dutzende Rebellengruppen, darunter die mehrheitlich christliche Anti-Balaka-Bewegung und die muslimisch geprägten Séléka, liefern sich seitdem Gefechte.

Trotz des Einsatzes von mehr als 10 000 Soldaten und Polizisten unter Mandat der UN kommt das Land nicht zur Ruhe. Nach UN-Angaben sind rund 2,6 Millionen Menschen, die Hälfte der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen. (epd)

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