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Tilman Kuban.

Radikaler Vorschlag

Grundrente: Junge Union greift die Groko an

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Die Regierung soll die Grundrente aufgeben - und stattdessen jungen Leuten die Grundsteuer beim Haus- oder Wohnungskauf erlassen.

Mit einem radikalen Vorschlag hat sich die Junge Union in den Koalitionsstreit über die Grundrente eingemischt. JU-Chef Tilman Kuban forderte Union und SPD auf, auf die geplante Grundrente zu verzichten und stattdessen jungen Leuten die Grundsteuer beim Haus- oder Wohnungskauf zu erlassen. „Ich kann völlig verstehen, dass jemand, der lange Jahre hart gearbeitet hat, eine ordentliche Rente will. Aber die Frage ist, wer das bezahlen soll“, sagte Kuban dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Man kann jeden Euro nur ein Mal ausgeben. Und da wäre es sinnvoller, der jungen Generation Chancen zu eröffnen.“

Im Koalitionsvertrag stehe, dass die Grunderwerbssteuer für das erste Eigenheim gestrichen werden solle, so Kuban. „Der Staat nimmt dadurch seit Jahren mehr und mehr Milliarden ein und für den Einzelnen ist es eine Riesenbelastung, die den Immobilienkauf im Zweifel verhindert, weil allein die Steuer mehrere Monatsgehälter verschlingt. Die Streichung wäre also dringend geboten.“

Kuban bejahte die Frage, ob die Streichung der Grunderwerbssteuer die Einführung der Grundrente ersetzen solle. „So ermöglicht man jungen Menschen, fürs Alter vorzusorgen, da sie als Rentner keine Miete mehr zahlen müssen. Das ist generationengerechte Politik“, sagte er. Der JU-Chef warnte davor, die Festlegung auf das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts aufzugeben: „Wir müssen an der Schwarzen Null festhalten. Wir haben oft genug erlebt, dass Schulden gemacht wurden, um dann neue Renten- und Sozialgeschenke zu finanzieren, statt in Innovation und Zukunft zu investieren. Da ging es dann darum, die ältere Generation glücklich zu machen, weil sie die größte Wählergruppe von Union und SPD stellt.“

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