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Rick Loughery
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Rick Loughery, Chef der jungen Republikaner. (Screenshot)

Anhänger von Donald Trump

„Kampf gegen Sozialismus“: Junge Republikaner und Junge Union beschwören Gemeinschaft

  • VonLukas Zigo
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Der Chef der Jungen US-Republikaner und Donald-Trump-Anhänger Rick Loughery spricht auf einer Veranstaltung der Jungen Union – und beschwört den „Kampf gegen den Sozialismus“

Münster – Der „Deutschland-Tag“ der Jungen Union am vergangenen Wochenende (16.10.2021) hatte einige interessante Rednerinnen und Redner in petto. Neben den CDU-Größen Armin Laschet oder Jens Spahn trat auch ein in Deutschland weitgehend Unbekannter zum Rednerpult: Rick Loughery, der Chef der Jungen US-Republikaner, dem Pendant zur Jungen Union in Deutschland.

In seiner Rede am „Deutschland-Tag“ machte Loughery deutlich, worum es ihm und seiner Organisation gehe. Er führte Probleme an, denen sich Deutschland und die USA stellen müssten, welche nur gemeinsam angegangen werden könnten: „Eure Brüder und Schwersten in den USA stehen zu euch. Wir müssen zusammenfinden im Kampf gegen den Sozialismus.“

Donald Trumps Präsidentschaft beschädigte das deutsch-amerikanische Bündnis

Kaum eine Politikerin beziehungsweise ein Politiker der letzten Jahre polarisiertd die Menschen so sehr wie Donald Trump. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Trumps Präsidentschaft die deutsch-amerikanischen Beziehungen stark beschädigt hat. Von US-Militärbasen in Deutschland, dem Verteidigungsbudget der Bundesrepublik bis hin zu Nord-Stream2: Die Liste an Streitpunkten zwischen der US-Regierung unter Trump und der Bundesrepublik Deutschland war und ist lang. Vor persönlichen Angriffen auf Kanzlerin Angela Merkel schreckte Donald Trump ebenfalls nicht zurück.

Das transatlantische Bündnis, welches lange stark wirkte, hat deutlich Schaden genommen. So sehr, dass Angela Merkel öffentlich verlauten ließ: „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei.“ Im Nachgang der damaligen Verhandlungen mit Trump auf Sizilien fuhr sie weiter aus: „Das habe ich in den letzten Tagen erlebt. Und deshalb kann ich nur sagen: Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen.“

Junger Republikaner fordert Junge Union zum gemeinsamen Kampf gegen den Sozialismus auf

Doch wenn die Trump-Regierung kein gesteigertes Interesse an kompromissbereiter Zusammenarbeit mit der Bundesregierung hatte, warum reiste dann der bekennende Trump-Jünger Loughery nach Deutschland, um vor der Jungen Union zu sprechen? Sein Anliegen war der Export von Feindbildern, in diesem Fall der gefürchtete Sozialismus, der angeblich drohe.

Die Junge Union in Bayern bei einer Abstimmung. (Symbolfoto)

Dazu muss gesagt werden, dass deutsche Produkte des Kapitalismus mit sozialistischen Ideen, beispielsweise Bismarcks Sozialversicherung, der öffentliche Personen-Nahverkehr oder die Infrastruktur unserer Städte, in den USA pauschal als kommunistisch beziehungsweise kapitalismusfeindlich abgetan werden. Der Unterschied zwischen dem, was die Republikaner als Sozialismus sehen, und dem, was in Deutschland als soziale Marktwirtschaft praktiziert wird, ist groß. Einigen US-Politikern ist nicht in genügendem Maße klar, dass ein funktionierendes Sozialsystem keinen Sozialismus bedeutet. Der Aufruf zum Kampf gegen den Sozialismus ist somit nichts anderes als das Importieren amerikanischer Feindbilder. (lz)

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