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USA

„Juneteenth“: Ende der Sklaverei in den USA wird offizieller Feiertag

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Präsident Joe Biden hat das Gesetz unterzeichnet: Das Ende der Sklaverei in den USA wird mehr als 150 Jahre später zum offiziellen Feiertag.

Washington – Nun ist es offiziell: Das Ende der Sklaverei in den USA wird offiziell zum Feiertag. US-Präsident Joe Biden unterschrieb am Donnerstag (17.06.2021, Ortszeit) ein entsprechendes Gesetz zu Einführung eines neuen Nationalfeiertages am 19. Juni zur Erinnerung an die Abschaffung der Sklaverei.

„Großartige Nationen verstecken sich nicht vor ihren schmerzhaftesten Momenten“, sagte Biden laut dem britischen Guardian. „Großartige Nationen laufen nicht davon. Wir müssen mit den Fehlern, die wir gemacht haben, ins Reine kommen. Und in der Erinnerung an diese Momente, werden wir beginnen zu heilen und stärker werden.“ Wie wichtig Biden dieser neue Feiertag ist, wurde klar, als er ergänzte: „Ich bin erst seit einigen Monaten Präsident, aber ich glaube dies wird für mich persönlich eine der größten Ehren sein, die ich als Präsident haben werde.“ Biden hat sich in der Vergangenheit ebenfalls dafür eingesetzt, das Bildnis von Bürgerrechts-Ikone Harriet Tubman auf dem 20-Dollar-Schein abzubilden.

Der „Juneteenth“ am 19. Juni wird seit Jahren in den USA insbesondere von Afroamerikanern gefeiert. Nun wird er zum offiziellen Feiertag.

Neuer Feiertag zum Gedenken an das Ende der Sklaverei: „Juneteenth“ wird offiziell

Vizepräsidentin Kamala Harris, die erste schwarze Frau in ihrem Amt, reflektierte ebenfalls zu der historischen Bedeutung dieses Tages an diesem Ort: „Wir sind hier in einem Haus versammelt, welches von versklavten Menschen gebaut wurde.“ Wenige Meter entfernt habe Präsident Abraham Lincoln den Erlass zum Ende der Sklaverei im Jahr 1863 unterzeichnet. „Wir sind weit gekommen und wir haben noch viel vor uns, aber heute ist ein Tag zum Feiern.“

Der „Juneteenth“ genannte Tag wird in afroamerikanischen Communities bereits seit langem gefeiert, offizieller Feiertag wird er jedoch erst jetzt. Am 19. Juni 1865, zwei Jahre nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges, der vor allem um die Frage der Sklaverei gefochten wurde, verkündete ein US-General in Galveston/Texas versammelten Schwarzen, dass sie nun frei seien. Texas war zuvor noch nicht besetzt worden und hatte die Sklaverei, trotz des verlorenen Bürgerkrieges und dem Ende der Südstaaten, zunächst weiter fortgeführt. Erst die Ankündigung am 19. Juni beendete die Sklaverei auf dem Gebiet der gesamten USA.

Rassismus in den USA: Republikaner machen Afroamerikaner das Leben schwer

Doch heute sind die Rechte der Schwarzen in den USA erneut unter Beschuss, vor allem vonseiten der Republikaner. In vielen der von ihnen regierten Bundesstaaten wurden Wahlgesetze verabschiedet, die es den Afroamerikanern schwieriger machen zu wählen. Der Rassismus, insbesondere durch die von Weißen dominierte Polizei, ist ungebrochen groß.

Die Ermordung von George Floyd und vieler anderer Schwarzer dient dafür als Signalfeuer. An vielen Schulen im Süden wollen die Republikaner den Unterricht über die Geschichte der Sklaverei und den systematischen Rassismus einschränken. Manche Bundesstaaten, wie Mississippi haben erst vor kurzem das Symbol der Konföderierten aus ihrer Fahne entfernt.

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Afroamerikaner über Feiertag „Juneteenth“: „Gut, aber nicht genug“

„Es ist gut, aber es ist nicht genug“, sagte etwa Gwen Grant, Präsidentin und CEO der Urban League of Kansas City dem Guardian. „Der Kongress muss die Wahlrechte beschützen und das müssen wir jetzt tun, sonst machen wir weitere Rückschritte.“ Dabei werden ihr wohl viele Schwarze in den USA zustimmen. „Als ein Land müssen wir mehr, als alles andere lernen zusammenzustehen“, sagt Pete Henley, ein 71-Jähriger aus Galveston. „Wenn wir einfach lernen könnten einander zu lernen, dann wäre das großartig.“ (als)

Rubriklistenbild: © Michael Brochstein/dpa

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