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Syrien

Jubel in Damaskus: Baschar al-Assad holt bei Präsidentschaftswahl in Syrien 95 Prozent

  • Cora Zinn
    VonCora Zinn
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Diese Präsidentschaftswahl in Syrien sorgt für Aufruhr. Der Sieger steht schon länger fest, doch das Ergebnis fällt diesmal noch deutlicher aus.

Damaskus - Der Sieger der syrischen Präsidentenwahl stand schon vorab fest. Das Ergebnis fällt noch klarer aus als bei der vorherigen Abstimmung. Die Opposition spricht von einer „Farce“, der Westen von Betrug. Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat bei der Präsidentenwahl in Syrien nach offiziellen Angaben eine große Mehrheit bekommen. Der 55-Jährige erhielt 95,1 Prozent der Stimmen, wie Parlamentspräsident Hammudah Sabbagh mitteilte.

Der autoritär regierende Staatschef Assad ist seit 2000 an der Macht. Für ihn ist es bereits die vierte Amtszeit. Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei fast 79 Prozent. Die beiden Gegenkandidaten blieben bei der Abstimmung am Mittwoch (26.05.2021) chancenlos.

Wahl in Syrien: Vor sieben Jahren erzielte Assad 89 Prozent der Stimmen

Mahmud Mari, der zur von der Regierung geduldeten innersyrischen Opposition gehört, erhielt 3,3 Prozent der Stimmen. Auf den früheren Abgeordneten Abdullah Sallum Abdullah entfielen 1,5 Prozent. Bei der Wahl vor sieben Jahren hatte Assad rund 89 Prozent erhalten. Somit haben sich seine Werte bei dieser Wahl noch einmal gesteigert.

Nach der Verkündung des Wahlergebnisses gab es einige Jubelfeiern in verschiedenen Landesteilen. Im Zentrum der Hauptstadt Damaskus feierten Tausende Menschen und standen trotz der Corona-Pandemie dicht gedrängt. Viele schwenkten syrische Fahnen oder hielten Assad-Porträts hoch. Auch Feuerwerk stieg in den Himmel auf.

Feuerwerkskörper explodieren über dem Berg Qasioun, als Anhänger des syrischen Präsidenten al-Assad seine Wiederwahl feiern.

Aber nicht in allen Teilen von Syrien durfte gewählt werden. Die Regierungstruppen und ihre Verbündeten kontrollieren rund zwei Drittel des Bürgerkriegslandes. Nur in diesen Gebieten konnten die Syrer ihre Stimmen abgeben.

Sieg von Assad in Syrien löst Kritik aus

Die Präsidentenwahl stieß auf scharfe Kritik. Deutschland und andere Regierungen im Westen kritisierten die Abstimmung als „weder frei noch fair“ und „betrügerisch“. Die Opposition nannte sie im Vorfeld unrechtmäßig und sprach von einer „Farce“. Auch die im Nordosten Syriens regierenden Kurden lehnten eine Teilnahme ab.

Kritik äußerte auch UN-Syrien-Vermittler Geir Pedersen. Die Abstimmung sei nicht Teil des internationalen politischen Prozesses, bekräftigte er am Mittwoch (26.05.2021) vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Die UN seien in die Wahl nicht eingebunden.

Baschar al-Assad, Präsident von Syrien, hat mit 95 Prozent der Stimmen die Wahl zum Präsidenten gewonnen. Auf dem Foto kommt er an einem Wahllokal an.

Wahl in Syrien: Menschen zur Wahl von Assad aufgefordert

Eine Teilnahme an der Präsidentschaftswahl sei Pflicht gewesen. Syriens Führung ging es bei der Wahl nach Einschätzung von Beobachtern um eine hohe Wahlbeteiligung, um Machthaber Assad noch mehr Legitimität zu geben. Eine syrische Lehrerin berichtete, sie und ihre Kollegen seien von der regierenden Baath-Partei zur Wahl aufgefordert worden. (czn/dpa)

Rubriklistenbild: © Hassan Ammar/dpa

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