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John McCain hat einen Traum

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Republikaner macht US-Bürgern Hoffnung auf Ende des Irak-Kriegs

Von OSTERMANN DIETMAR

Die USA können den Irak-Krieg nach Ansicht des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain innerhalb von vier Jahren gewinnen. In einer Rede im Bundesstaat Ohio breitete McCain am Donnerstag laut Redemanuskript erstmals konkret ein Szenario zur Zukunft des unpopulären Krieges aus. Damit trat McCain Vorwürfen der Demokraten entgegen, er wolle im Irak unbefristet weiterkämpfen.

Die Los Angeles Times wertete die Rede als "Zeichen einer bedeutenden Veränderung" in McCains Haltung zum Irak-Krieg. Anders als die Demokraten Barack Obama und Hillary Clinton legte sich McCain indes erneut nicht auf einen Abzugstermin fest. Der Senator beschrieb lediglich, was er "hoffen würde, am Ende meiner ersten Amtszeit als Präsident erreicht" zu haben.

Bis zum Januar 2013 könnten demzufolge die meisten US-Soldaten heimkehren. "Der Irak-Krieg ist gewonnen. Der Irak ist eine funktionierende Demokratie", beschrieb McCain seine Vision. Zwar gebe es weiter Gewalt, aber stark reduziert. Ein Bürgerkrieg sei verhindert, Milizen entwaffnet worden. Die Terrororganisation El Kaida sei im Irak besiegt worden. "Die USA unterhalten dort eine Militärpräsenz, aber eine viel kleinere, und sie ist nicht direkt an Kampfeinsätzen beteiligt", so McCain.

Für Afghanistan gab er das Ziel aus, bis 2013 die Bedrohung durch die Taliban stark zu reduzieren. Die USA und andere Nato-Staaten müssten aber weiter Streitkräfte am Hindukusch unterhalten, um "den Job zu beenden" und gegen "Überreste von El Kaida" vorzugehen. In Pakistan habe unterdessen eine bessere Kooperation mit den USA "zur Gefangennahme oder dem Tod von Osama bin Laden und seinen wichtigsten Helfern geführt", malte der Republikaner die erhoffte Bilanz einer McCain-Präsidentschaft aus.

Derweil erklärte bei den Demokraten mit John Edwards ein weiterer Spitzenpolitiker seine Unterstützung für den im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur führenden Senator Barack Obama. Edwards war 2004 Kandidat der Demokraten für die Vizepräsidentschaft. Unter weißen Arbeitern, bei denen Obama Probleme hat, ist der Politiker aus North Carolina populär.

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