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Biden kündigt Gedenkveranstaltung zum Kapitol-Sturm an

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Von: Jana Ballweber

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Joe Bidens Start als Präsident wurden vom Sturm auf das Kapitol überschattet. Zwei Jahre später will er sich nun äußern.

Washington - Fast zwei Jahre ist es her, dass gewalttätige Trump-Fans das Kapitol in Washington gestürmt haben. Zwei Jahre, in denen ein Untersuchungsausschuss versucht hat, die Geschehnisse aufzuklären. Zwei Jahre, in denen Ex-Präsident Donald Trump sich weiterhin keiner Schuld bewusst war und seine Wahlniederlage nie offiziell eingestanden hat.

Zum zweiten Jahrestag der Ausschreitungen am 06. Januar plant der amtierende US-Präsident Joe Biden jetzt eine Zeremonie im Weißen Haus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Büro des Präsidenten der USA.

Biden plant Zeremonie zum Jahrestag des Sturms auf das Kapitol

Sicher ist bislang nur, dass Biden sich bei der Veranstaltung zum Kapitol-Sturm äußern will. Weitere Details gab das Weiße Haus noch nicht bekannt.

Sturm auf US-Kapitol
Anhänger von US-Präsident Donald Trump stürmen am 6. Januar 2021 das US-Kapitol. © Essdras M. Suarez/ZUMA Wire/dpa

Biden hat die Ausschreitungen schon in der Vergangenheit als Gefahr für die Demokratie bezeichnet. Seit er Präsident ist, übt er allerdings Zurückhaltung, was seinen Vorgänger betrifft. Er erwähnt ihn in seinen öffentlichen Auftritten nur selten und nennt meist nicht einmal seinen Namen.

Untersuchungsausschuss gibt Trump Hauptschuld für Sturm auf das Kapitol

Ob der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses, der kurz vor Weihnachten vorgestellt worden war, Anlass für die Zeremonie und Bidens Äußerungen sein könnte, ist nicht bekannt. Der Ausschuss hatte in zahlreichen Anhörungen versucht, die Geschehnisse rund um den Sturm des Kapitols aufzuarbeiten. Im Bericht gibt das Gremium Ex-Präsident Trump die Hauptverantwortung für die Gewalt seiner Anhänger am 06. Januar 2021.

Trump hatte seine Anhänger an diesem Tag bei einer Kundgebung gegen die Auszählung der Stimmen der Präsidentschaftswahl im Kongress zunächst aufgestachelt und sich dann stundenlang nicht öffentlich zu den gewaltsamen Ausschreitungen geäußert - selbst dann nicht, als die Demonstrierenden die Ermordung des ehemaligen Vizepräsidenten Mike Pence gefordert haben.

Trump hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024 bereits angekündigt. Biden plant ebenfalls eine zweite Kandidatur, hat diese aber noch nicht offiziell gemacht. (Jana Ballweber)

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