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Proteste

Nach Militärputsch: Joe Biden nennt Gewalt in Myanmar „abscheulich“

  • Friederike Meier
    VonFriederike Meier
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In Myanmar ist der Samstag (27.03.2021) der blutigste Tag seit Beginn der Proteste gegen den Militärputsch. US-Präsident Joe Biden verurteilt die Gewalt. 

Washington D.C. – US-Präsident Joe Biden hat die Militärgewalt in Myanmar scharf verurteilt. „Es ist schrecklich. Es ist absolut abscheulich“, sagte Biden am Sonntag (28.03.2021) bei der Abreise aus seinem Heimat-Bundesstaat Delaware. Biden hatte dort das Wochenende verbracht und machte sich am Sonntag auf den Rückweg in die US-Hauptstadt Washington. Auf die Frage nach möglichen Sanktionen und einer Reaktion der Regierung der USA auf die Gewalt in Myanmar sagte Biden demnach nur knapp: „Wir arbeiten gerade daran.“

In Myanmar hatte die Militärgewalt bei landesweiten Protesten mit mehr als 100 Toten einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Am offiziellen Gedenktag der Armee war es in vielen Städten wie in der Handelsmetropole Yangon, in der nördlichen Region Mandalay und im südlichen Bago zu Protesten gegen die Machtübernahme gekommen. Die Vereinten Nationen bezeichneten den Samstag als den „blutigsten Tag“ seit dem Militärputsch vom 1. Februar. Nach UN-Angaben haben Sicherheitskräfte am Samstag mindestens 107 Menschen getötet - darunter sieben Kinder.

Kritik von Joe Biden an Militärputsch: Am Samstag mehr als 114 Tote in Myanmar

Das Nachrichtenportal „Myanmar Now“ berichtet unter Berufung auf Zahlen aus 44 Städten von mehr als 114 Menschen. Auch „The Irrawaddy“ schreibt von mehr als 100 Toten, unter ihnen mehrere Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 15 Jahren. „Die Gewalt ist völlig inakzeptabel und muss sofort aufhören“, hieß es von den UN.

Kritik kam am Sonntagabend (29.03.2021) auch vom EU-Außenbeauftragten Josep Borrell. Er sprach von einem „Tag des Grauens und der Schande“. Er verurteilte die „blinde Gewalt gegen das Volk von Myanmar“ und rief die Militärführer auf, „diesen unsinnigen Weg zu verlassen“. „Diese Tragödie muss aufhören“, forderte Borrell.

Nach Militärputsch: Nicht nur Joe Biden kritisiert Junta in Myanmar

Die EU werde weiter Mechanismen, „darunter Sanktionen“, nutzen, um gegen diejenigen vorzugehen, die für die Gewalt und für den Rückschritt auf dem Weg zu Demokratie und Frieden in dem asiatischen Land verantwortlich seien, erklärte der EU-Außenbeauftragte. Die Verantwortlichen für „diese schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen“ müssten zur Verantwortung gezogen werden. Die EU hatte am 22. März Sanktionen gegen Junta-Chef Min Aung Hlaing und neun weitere hochrangige Militärvertreter sowie den Vorsitzenden der Wahlkommission Einreiseverbote und Vermögenssperren in Kraft gesetzt.

Seit das Militär Anfang Februar gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht hat, demonstrieren Menschen dagegen. Bei Protesten gegen die Generäle und ihre Junta sind laut der Gefangenenhilfsorganisation AAPP insgesamt 459 Menschen ums Leben gekommen. 2559 wurden demnach verhaftet. Die tatsächliche Zahl sei aber wahrscheinlich weit höher, wie die Organisation in ihrem täglichen Bericht schreibt. (Friederike Meier, dpa, afp)

Rubriklistenbild: © MANDEL NGAN/afp

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