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Joe Biden, Präsident der USA, besucht die Orte, die  von der Unwetterkatastrophe heimgesucht wurden.
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Joe Biden, Präsident der USA, besucht die Orte, die von der Unwetterkatastrophe heimgesucht wurden.

USA – Klimakrise

Joe Biden: „Das Land und die Welt sind in Gefahr. Das ist eine Tatsache”

  • VonNadja Austel
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Im Süden der USA bleiben nach der Sturmkatastrophe Hunderttausende weiterhin ohne Strom, im Westen toben Brände. Joe Biden warnt eindringlich vor dem Klimawandel.

New York –  Es sind drastische Worte, die US-Präsident Joe Biden wählt. Er warnt bei seinem Besuch im Katastrophengebiet im Nordosten der USA eindringlich vor den Folgen des Klimawandels. Hier hatten Überschwemmungen unlängst für verheerende Schäden gesorgt.

Die rasanten Veränderungen des Klimas unseres Planeten würden einer „Alarmstufe rot” entsprechen, so Biden bei seinem Besuch im New Yorker Stadtteil Queens. „Das Land und die Welt sind in Gefahr. Das ist keine Übertreibung. Das ist eine Tatsache”

„Der Klimawandel ist eine existenzielle Bedrohung für unsere Leben, für unsere Wirtschaft - und die Bedrohung ist hier”, sagte Biden. Von alleine werde sich die Lage nicht verbessern, die Veränderungen des Klimas schritten „mit unglaublicher Geschwindigkeit voran”. 

Joe Biden zum Klimawandel in den USA: „Unsere Kinder werden in echten Schwierigkeiten stecken.”

Biden sprach zudem von einem „Wendepunkt, an dem wir entweder handeln, oder wir werden in echten Schwierigkeiten stecken. Unsere Kinder werden in echten Schwierigkeiten stecken.” Jetzt müsse verhindert werden, dass es noch schlimmer komme.

Deswegen werde er auch an der UN-Weltklimakonferenz im November im schottischen Glasgow teilnehmen, das kündigte Biden im Zuge seines Besuches an. Ob er anreisen wird oder online teilnimmt, blieb jedoch noch offen. Biden erklärte den Kampf gegen den Klimawandel zu einem der wichtigsten Ziele seiner Regierung.

USA – Biden zu Verwüstungen: „Jeder Teil des Landes wird von extremen Wetterbedingungen heimgesucht.”

Der Hurrikan „Ida” hatte in der vergangenen Woche im Nordosten des Landes zu starkem Regen und katastrophalen Überschwemmungen geführt. Dabei verloren dutzende Menschen ihr Leben. Die Bundesstaaten New Jersey und New York waren am schwersten betroffen. 

Zuvor hatte „Ida” bereits in den südlichen Staaten Louisiana und Mississippi Verwüstung angerichtet. Der Hurrikan war Ende August aus dem Golf von Mexiko kommend mit einer Stärke vier von fünf auf die Küste südwestlich von New Orleans getroffen und schwächte sich schließlich über Land ab. In Louisiana waren infolgedessen am Dienstag (07.09.2021)  immer noch rund 400.000 Haushalte ohne Stromversorgung.

In Kalifornien waren laut Lagebericht vom Dienstag rund 15.500 Feuerwehrleute im Einsatz, um 14 größere Wald- und Buschbrände und kleinere Brandherde zu bekämpfen. Seit Beginn des Jahres hat es dort folglich bereits auf einer Fläche von gut 8000 Quadratkilometern gebrannt. Das entspricht etwa dem Neunfachen der Fläche Berlins.

Im Westen der USA kämpft das Land gegen Brände. Bidens Kommentar dazu trifft die Lage: „Jeder Teil des Landes wird von extremen Wetterbedingungen heimgesucht.” Er wolle sich in den kommenden Tagen vor Ort ein Bild von der Lage machen. 

USA: 24 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau vorgesehen

Das Haushaltsamt forderte den Kongress auf, einen Nachtragshaushalt von mindestens 24 Milliarden US-Dollar (20 Milliarden Euro) zusätzlich für die Schäden durch Naturkatastrophen bereitzustellen. Die Behörde schätzte, dass allein die von „Ida” verursachten Schäden die US-Regierung zehn Milliarden US-Dollar kosten dürfte. 

Die übrigen Gelder seien zur Bewältigung der Kosten für Naturkatastrophen der vergangenen 18 Monate nötig. Dabei gehe es unter anderem um die Folgen der Hurrikans „Laura” und „Delta”, sowie um die Brände im Westen, hieß es. In welchem Umfang der Kongress dem Antrag der Regierung zustimmen wird, ist noch unklar. Bidens Demokraten dürften dabei auf die Zustimmung einiger Republikaner angewiesen sein. (Nadja Austel mit dpa)

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