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Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden will Amt und Familie nicht vermischen. Sein Vorgänger Donald Trump hingegen hatte seine Tochter Ivanka zur Beraterin ernannt – ohne Qualifikationen.
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Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden will Amt und Familie nicht vermischen. Sein Vorgänger Donald Trump hingegen hatte seine Tochter Ivanka zur Beraterin ernannt – ohne Qualifikationen. (Archivbild)

Neuer US-Präsident

„Niemand hat ein Büro an diesem Ort“: Joe Biden stichelt gegen Ivanka Trump

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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Im Weißen Haus soll aus seiner Familie niemand ein Büro bekommen, erklärt US-Präsident Joe Biden – und stichelt damit gegen Donald Trumps Tochter Ivanka.

  • Joe Biden spricht über seine Amtsführung und seine Familie.
  • Der US-Präsident möchte Regierung und Familie klar trennen – anders als Amtsvorgänger Donald Trump.
  • Dessen Tochter Ivanka Trump war wie ihr Ehemann Jared Kushner als Beraterin des Präsidenten im Weißen Haus tätig.

Washington D.C. – Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden hat sich in seinem ersten Interview seit dem Einzug ins Weiße Haus auch zu seiner Familie und den Plänen für seine Amtszeit geäußert. In Begleitung von First Lady Jill Biden sagte der US-Präsident im „People“-Interview, dass er beabsichtige, seine Regierungsgeschäfte „wie die Obama-Biden-Administration“ zu führen. Damit bezog er sich auf seine achtjährige Amtszeit als US-Vizepräsident von 2008 bis 2016.

In einer Anspielung auf die Amtszeit seines Vorgängers Donald Trump fügte er dann hinzu, dass „niemand in unserer Familie und Großfamilie in irgendwelche Regierungsgeschäfte oder Außenpolitik involviert sein wird“. „Und niemand“, so Biden, „hat ein Büro an diesem Ort“. Die 39-jährige Ivanka Trump hatte ebenso wie ihr Ehemann Jared Kushner während seiner Präsidentschaft ihrem Vater als Beraterin gedient.

USA: Ivanka Trump als Beraterin von US-Präsident Donald Trump – ohne Qualifikation

Laut der Website des Weißen Hauses konzentrierte sich Ivanka Trump auf die „Bildung und wirtschaftliche Stärkung von Frauen und ihren Familien“. Sie hatte ihren eigenen Stabschef und auch ein Büro im Westflügel, das von offiziellen Stellen mit einem „Gang in einen Apple Store“ verglichen wurde, wie der „New Zealand Herald“ zu berichten weiß.

Vor Donald Trumps Amtszeit war seine älteste Tochter Ivanka eher bekannt für ihre Rolle als fester Bestandteil der New Yorker High Society, ihr Modegeschäft und ihre sorgfältig gepflegte persönliche Marke. Ihre Berufung zur Präsidenten-Beraterin hatte dann auch schnell für Kritik gesorgt: „Die Tochter von jemandem zu sein, ist eigentlich keine Karrierequalifikation“, sagte die Kongressabgeordnete der Demokraten, Alexandria Ocasio-Cortez, dazu.

Donald Trump wollte Tochter Ivanka sogar zur Vizepräsidentschaftskandidatin machen

Ursprünglich hatte Donald Trump wohl sogar eine noch prominentere Rolle für Ivanka vorgesehen. Nach Angaben von Trumps ehemaligem stellvertretenden Wahlkampfmanager Rick Gates wollte der 74-Jährige seiner Tochter zur Vizepräsidentschaftskandidatin machen.

Donald Trump hält große Stücke auf seine älteste Tochter. Gegenüber „The Atlantic“ sagte Trump im Jahr 2019 über seine Kinder, dass er auf sie alle stolz sei, Ivanka aber sei „einzigartig“. Weiter sagte Trump, dass seine Tochter eine „enorme Präsenz hat, wenn sie den Raum betritt“, und dass sie eine „natürliche Diplomatin“ sei.

Kandidiert Ivanka Trump in den USA bald als Gouverneurin für Florida?

Seit einiger Zeit gibt es vermehrt Spekulationen, dass Ivanka Trump auch politisch in die Fußstapfen ihres Vaters treten will und dabei letztlich auch das Weiße Haus im Blick habe. Selbst der Umzug nach Florida, wohin es einen Großteil der Familie Trump nach dem Auszug aus dem Weißen Haus verschlagen hat, sei politisch motiviert gewesen. Demnach gibt es Gerüchte, dass Ivanka Trump ihre politische Karriere mit einer Kandidatur als Gouverneurin von Florida beginnen wollte. Das berichtet CNN.

Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden will Amt und Familie nicht vermischen. Sein Vorgänger Donald Trump hingegen hatte seine Tochter Ivanka zur Beraterin ernannt – ohne Qualifikationen. (Archivbild)

Sollte Ivanka Trump tatsächlich politische Ambitionen haben, weiß sie einen sicher hinter sich: Ex-Präsident Donald Trump. „Wenn sie jemals für das Präsidentenamt kandidieren wollte“, sagte er in dem Interview mit „The Atlantic“ vor zwei Jahren. „Ich denke ich, dass sie sehr, sehr schwer zu schlagen wäre“, so Donald Trump. (Tobias Möllers)

Doch derweil hat sie noch ganz andere Probleme: Weil Ivanka Trump in einem Tweet den Mob, der das Kapitol stürmte, als „amerikanische Patrioten“ bezeichnete, erntete sie viel Kritik. Wegen des Tweets wird der Tochter von Donald Trump und ihrem Ehemann Jared Kushner nun die Mitgliedschaft in einem exklusiven County Club in Florida verwehrt. Zudem haben Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner im Wahljahr 2020 neunstellige Beträge kassiert – trotz massivem Einbruch durch die Corona-Pandemie.

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