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US-Präsident über seinen Kontrahenten

Joe Biden gegen Donald Trump - Erinnerung an den „Erdrutsch“ 2016

  • vonMirko Schmid
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Joe Biden richtet deutliche Worte an Donald Trump, nachdem das Wahlkollegium den Demokraten endgültig zum Sieger der US-Wahl erklärt hat.

  • Das Electoral College bestätigt den Sieg von Joe Biden bei den Präsidentschaftswahlen in den USA.
  • Donald Trump hält weiterhin an seiner Inszenierung des angeblich bestohlenen Wahlsiegers fest.
  • Alle Informationen rund um den Verlierer der US-Wahl 2020 finden Sie in den Trump News.

Wilmington, Dalaware - Joe Biden wurde als gewählter US-Präsident bestätigt.. Wie zuvor zunächst die Bevölkerung der USA mit ihrer Wahl, die TV-Sender mit ihrer Ausrufung und die Gerichte mit ihren Urteilen bestätigten nun die Wahlleute im Electoral College Bidens Wahlsieg und mithin die Niederlage von Donald Trump. In seiner Rede nach der Bestätigung durch das Wahlkollegium schien deutlich durch, wie anstrengend die Wochen nach der US-Wahl 2020 und das Dauerfeuer des Wahlverlierers Trump für den Demokraten gewesen sein müssen.

Joe Biden hat Donald Trump an die US-Wahl 2016 erinnert und was er damals er „Erdrutsch“ bezeichnete. (Archivfoto)

Joe Biden betont im Gegensatz zu Donald Trump die Legitimität der US-Wahlen

Gleich zu Beginn seiner Rede betont Biden, dass Offizielle aller US-Bundesstaaten „unabhängig von ihrer Parteimitgliedschaft und ihrer politischen Präferenz“ die Wahlgewinner zertifiziert hatten. Er fährt fort: „Heute haben die Mitglieder des Wahlkollegiums, die den zertifizierten Gewinner vertreten, ihre Stimmen für den Präsidenten und den Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten in einem Akt abgegeben, der genauso alt ist wie unsere Nation selbst. “ Schon aus diesen mit Bedacht gewählten Worten wird deutlich, dass sich Biden an Donald Trump und seine ständigen Falschbehauptungen einer „gefälschten Wahl“ richtet.

Und Biden wird noch deutlicher: „Und wieder einmal herrschten in Amerika Rechtsstaatlichkeit, unsere Verfassung und der Wille des Volkes vor. Unsere Demokratie wurde vorangetrieben, geprüft, bedroht; erwies sich als widerstandsfähig, wahr und stark.“ Deutlichere Worte gegenüber dem Versuch von Donald Trump, die Integrität der Wahl infrage zu stellen waren von Joe Biden bisher nicht zu vernehmen gewesen.

Integrität der US-Wahl: Joe Biden widerspricht Donald Trump entschieden

Die von Donald Trump infrage gestellte Integrität der Wahlen ist es auch, die Biden im nächsten Redeabschnitt betont: „Die Abstimmungen des Wahlkollegiums, die heute stattfanden, wirken sich darauf aus, dass die Menschen selbst angesichts einer Krise der öffentlichen Gesundheit, wie wir sie in unserem Leben noch nicht erlebt haben, gewählt haben. Sie stimmten in Rekordzahlen ab. In diesem Jahr haben mehr Amerikanerinnen und Amerikaner gewählt als jemals zuvor in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Über 155 Millionen Amerikaner waren entschlossen, ihre Stimmen abzugeben und ihre Stimmen zählen zu lassen.“

Mit dem Hinweis auf die Corona-Pandemie fügt Biden hinzu: „Viele fragten sich, wie viele Amerikaner überhaupt wählen würden. Diese Befürchtungen erwiesen sich jedoch als unbegründet. Wir haben gesehen, dass nur sehr wenige die größte Wahlbeteiligung in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika vorhergesagt oder sogar für möglich gehalten haben. Eine Zahl, die so groß ist, dass diese Wahl jetzt als klarste Demonstration des wahren Willens des amerikanischen Volkes gilt. Und als einer der erstaunlichsten Demonstrationen der Bürgerpflicht, die wir je in unserem Land gesehen haben.“

Joe Biden geht mit Donald Trump hart ins Gericht: „Machtmissbrauch kann Flamme der Demokratie nicht löschen“

Anschließend geht Joe Biden erneut mit Donald Trump ins Gericht: „Das sollte gefeiert, nicht angegriffen werden. Mehr als 81 Millionen dieser Stimmen wurden für mich und die gewählte Vizepräsidentin Kamala Harris abgegeben. Auch das ist ein Rekord. Mehr als jedes andere Ticket in der Geschichte Amerikas zuvor erhalten hat. Dies entspricht einer Gewinnspanne von mehr als sieben Millionen Stimmen gegenüber der Anzahl der für meinen Gegner abgegebenen Stimmen. Zusammen haben die gewählte Vizepräsidentin Harris und ich 306 Wahlstimmen erhalten, weit mehr als die 270 Wahlstimmen, die für den Sieg erforderlich sind.“

Joe Biden erinnert Donald Trump an seine eigenen Worte: „306 Wahlstimmen sind die gleiche Anzahl von Wahlstimmen, die Donald Trump und Vizepräsident Pence erhalten haben, als sie 2016 gewonnen haben. Entschuldigen Sie mir die Anmerkung, aber zu dieser Zeit nannte Präsident Trump seinen Sieg im Wahlkollegium einen Erdrutsch. Nach seinen eigenen Maßstäben. Diese Zahlen waren damals ein klarer Sieg, und ich sage mit allem Respekt, dass sie es auch diesmal sind.“

Erneut unverhohlen an Donald Trump gerichtet fügt der gewählte Präsident hinzu: „Was tief im Herzen des amerikanischen Volkes schlägt, ist dies: Demokratie, das Recht, gehört zu werden. Das Recht darauf, dass die Stimmen ausgezählt werden, den Anführer dieser Nation zu wählen, uns selbst zu regieren.“ Es folgt die Belehrung: „In Amerika übernehmen Politiker keine Macht, die Menschen gewähren ihnen Macht. Die Flamme der Demokratie wurde in dieser Nation vor langer Zeit entzündet. Und wir wissen jetzt, das nichts, nicht einmal eine Pandemie oder ein Machtmissbrauch, diese Flamme löschen kann.“

Joe Biden stellt sich vor Regierungsbeamte und Wahlhelfer, die Donald Trump scharf kritisiert hatte

Die vielen Regierungsbeamten und Angestellten der Wahlbehörden, die Donald Trump in den letzten Wochen stetig angefeindet und angegriffen hatte, nimmt Joe Biden in Schutz: „Und so wie das Volk diese Flamme am Brennen hielt, taten es auch mutige Staats- und Kommunalbeamte und Wahlhelfer. Die amerikanische Demokratie funktioniert, weil Amerika sie auf lokaler Ebene zum Funktionieren bringt. Sie haben ihre Pflicht angesichts der Pandemie getan. Und dann konnten und wollten sie nicht glauben, was ihnen vorgeworfen wurde. Weil sie wussten, dass es nicht wahr war. Sie wussten, dass diese Wahl beaufsichtigt wurde, dass sie von ihnen selbst beaufsichtigt wurde. Die Wahl war ehrlich, sie war frei und sie war fair.“

Joe Biden widerspricht damit in aller Klarheit und Deutlichkeit der spaltenden Geschichte vom angeblichen „Wahlbetrug“, die Donald Trump seit Wochen erzählt. Und er nimmt den trotzigen Wahlverlierer direkt in die Pflicht: „Sie sahen es mit eigenen Augen und haben sich nicht mobben lassen, etwas anderes zu behaupten. Es war wirklich bemerkenswert, weil so viele dieser patriotischen Amerikaner enormem politischem Druck, verbalem Missbrauch und sogar Androhung körperlicher Gewalt ausgesetzt wurden.“

Joe Biden über den Umgang von Donald Trump mit Wahlhelfern: „Bedrohungen und Misshandlungen“

Joe Biden greift Donald Trump hart an: „Obwohl wir uns alle wünschen, dass unsere amerikanischen Mitbürger in diesen Positionen immer so viel Mut und Engagement für freie und faire Wahlen zeigen, hoffe ich aufrichtig, dass wir nie wieder jemanden sehen, der den Bedrohungen und Misshandlungen ausgesetzt ist, die wir bei diesen Wahlen gesehen haben. Es ist einfach unverständlich. Wir sind diesen Beamten zu Dank verpflichtet. Sie haben sich nicht ins Rampenlicht gerückt. Unsere Demokratie hat dank ihnen überlebt. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass das alltägliche Amerika und das Herz dieser Nation voller Ehre, Charakter und Anstand sind.“

Name (Alter)Joseph Robinette „Joe“ Biden, Jr. (78)
GeburtsortScranton, Pennsylvania
EhepartnerJill Tracy Jacobs Biden
KinderHunter Biden, Beau Biden, Ashley Biden, Naomi Biden
EnkelkinderNatalie Biden, Finnegan Biden, Maisy BidenRobert Biden II, Naomi Biden
HundeChamp, Major

Und Joe Biden legt den Finger in die Wunde der vielen krachenden Niederlagen, die Donald Trump im Versuch die freien Wahlen in den USA in Misskredit zu ziehen vor den Gerichten einstecken musste: „Diese Menschen wissen, dass die Integrität dieser Wahl durch ihre Stärke, Unabhängigkeit und die Integrität unseres Justizsystems sichergestellt wurde. Wenn in Amerika Fragen zur Legitimität einer Wahl aufgeworfen werden, werden diese Fragen durch rechtliche Verfahren gelöst. Und genau das ist hier passiert. Die Trump-Kampagne brachte Dutzende und Dutzende von rechtlichen Herausforderungen mit sich, um das Ergebnis zu testen. Sie wurden immer wieder gehört, und jedes Mal, wenn sie gehört wurden, wurde festgestellt, dass sie unbegründet waren.“

Joe Biden erwähnt die vielen Niederlagen, die Donald Trump vor den Gerichten einstecken musste

Den Furor der juristischen Versuche des Teams um Donald Trump, die Wahlen vor Gericht zu kippen entgegnet Joe Biden mit Fakten: „Immer wieder legten die Anwälte von Präsident Trump vor Staatsbeamten, staatlichen Gesetzgebern, staatlichen und föderalen Gerichten und letztendlich zweimal vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ihre Argumente vor. Sie wurden von mehr als 80 Richtern in diesem Land gehört. In jedem Fall wurde kein Grund oder Beweis gefunden, um die Ergebnisse umzukehren, infrage zu stellen oder zu bestreiten.“

Auch die Nachzählungen, die Donald Trump in verschiedenen Staaten in Auftrag gegeben hatte, lässt Joe Biden nicht unerwähnt: „Einige Staaten haben nachgezählt. Alle Auszählungen wurden bestätigt. Die Ergebnisse in Georgia wurden dreimal gezählt. Es hat das Ergebnis nicht verändert. Bei der Nachzählung in Wisconsin ist unsere Marge sogar gestiegen. Die Marge, die wir in Michigan hatten, war 14-mal so hoch wie die Marge, die Präsident Trump vor vier Jahren in diesem Bundesstaat gewonnen hatte. Unsere Marge in Pennsylvania war fast doppelt so groß wie die von Trump vor vier Jahren. Und doch hat nichts davon unbegründete Behauptungen über die Legitimität der Ergebnisse gestoppt.“

Joe Biden über Donald Trump: „Rechtlicher Versuch, die Stimmen von 20 Millionen US-Bürgern auszulöschen“

Den Umstand, dass Donald Trump gemeinsam mit Unterstützern aus den Reihen seiner Republikaner die unbewiesenen Verschwörungstheorien bis vor den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof der USA, gebracht haben, rückt Joe Biden de facto in die Nähe eines versuchten Staatsstreiches: „Noch beeindruckender ist, dass 17 republikanische Generalstaatsanwälte und 126 republikanische Kongressmitglieder tatsächlich eine Klage des Bundesstaates Texas unterzeichnet haben. In dieser Klage wurde der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten aufgefordert, die Anzahl der zertifizierten Stimmen in Georgia, Michigan, Pennsylvania und Wisconsin abzulehnen.“

Biden stellt klar: „Dieses rechtliche Manöver war ein Versuch von gewählten Beamten und einer Gruppe von Staaten, den Obersten Gerichtshof dazu zu bringen, die Stimmen von mehr als 20 Millionen Amerikanern in anderen Staaten auszulöschen. Und die Präsidentschaft einem Kandidaten zu übergeben, der das Wahlkollegium verloren, die Volksabstimmung verloren und jeden einzelnen Staat verloren hat, dessen Stimmen sie rückgängig machen wollten.“

Joe Biden über Donald Trumps Versuch, Millionen Stimmen ungültig zu machen: „Angriff auf die Demokratie“

Trumps Versuch, die Stimmen von Millionen Wahlberechtigten in den USA faktisch von der Wahl auszuschließen nennt Joe Biden einen Angriff auf die Demokratie: „Es ist eine so extreme Position, wie wir sie noch nie gesehen haben. Und eine Position, die sich weigerte, den Willen des Volkes zu respektieren, sich weigerte, die Rechtsstaatlichkeit zu respektieren, und sich weigerte, unsere Verfassung zu respektieren. Zum Glück lehnte der Oberste Gerichtshof diese Bemühungen sofort, einstimmig und vollständig ab. Der Gerichtshof hat Präsident Trump ein klares Signal gegeben, dass er nicht Teil eines beispiellosen Angriffs auf unsere Demokratie sein wird.“

Den wütenden Anschuldigungen des abgewählten Präsidenten gegenüber der Justiz erteilt Biden eine klare Absage: „Jeder einzelne Weg wurde Präsident Trump zur Verfügung gestellt, um die Ergebnisse anzufechten. Er nutzte jede dieser Möglichkeiten voll aus. Präsident Trump wurde keine Vorgehensweise verweigert, die er ergreifen wollte. Er brachte seinen Fall zu republikanischen Gouverneuren und republikanischen Wahlbeamten. Viele von ihnen, republikanischen Gesetzgeber und von Republikanern ernannte Richter auf allen Ebenen, hat er kritisiert. Ein von Präsident Trump selbst ernannter Richter schrieb nach der jüngsten Zurückweisung durch den Obersten Gerichtshofs: ‚Dieses Gericht hat dem Kläger die Möglichkeit gegeben, seinen Fall zu vertreten, und er hat in der Sache verloren.‘ In der Sache verloren.“

Joe Biden lädt die Republikaner trotz der Tiraden von Donald Trump zur Zusammenarbeit ein

Und Joe Biden verweist auf die Aussage von Bundesbehörden, nach denen die Wahl völlig legitim war: „Sogar Präsident Trumps eigener Chef für Cybersicherheit, der unsere Wahlen beaufsichtigte, sagte, es sei die sicherste Wahl in der amerikanischen Geschichte gewesen. Lassen Sie es mich noch einmal sagen: Sein eigener Chef für Cybersicherheit, der diese Wahl beaufsichtigte, sagte, diese Wahl sei die sicherste in der amerikanischen Geschichte gewesen.“

Der gewählte Präsident versucht, die Republikaner wieder mit ins Boot zu holen: „Sie wissen, dass der Respekt vor dem Willen des Volkes das Herzstück unserer Demokratie ist, auch wenn wir diese Ergebnisse manchmal nur schwer akzeptieren können. Aber das ist die Verpflichtung derer, die den Eid geschworen haben, die Verfassung zu schützen. Als ich vor vier Jahren als Vizepräsident dazu verpflichtet war, den Wahlsieg von Donald Trump zu bestätigen, habe ich meinen Job gemacht. Ich bin erfreut, aber nicht überrascht über die Anzahl meiner ehemaligen Kollegen im Senat aus den Reihen der republikanischen Partei, welche die Ergebnisse des Wahlkollegiums bereits anerkannt haben. Ich danke ihnen. Und ich bin überzeugt, dass wir in vielen Fragen zum Wohle der Nation zusammenarbeiten können. Das ist die Pflicht des Volkes, unserer Verfassung, unserer Geschichte.“

Joe Biden fordert seine politischen Gegner auf, im Sinne des Landes und entgegen der Tiraden von Donald Trump gemeinsam nach vorn zu schauen: „Wissen Sie, in diesem Kampf um die Seele Amerikas hat sich die Demokratie durchgesetzt. Wir, das Volk, haben gewählt. Das Vertrauen in unsere Institutionen hat gehalten, die Integrität unserer Wahlen bleibt intakt. Und jetzt ist es Zeit, die Seite umzublättern, wie wir es in unserer gesamten Geschichte getan haben, sich zu vereinen, Wunden zu heilen. Wie ich in dieser Kampagne sagte, werde ich Präsident für alle Amerikaner sein. Ich werde für diejenigen, die nicht für mich gestimmt haben, genauso hart arbeiten wie für diejenigen, die es getan haben.“

Joe Biden nimmt die Republikaner im Kampf gegen Corona in die Pflicht

Der Demokrat erinnert die Republikaner an die vielfältigen Probleme, vor denen die USA gemeinsam steht: „Vor uns liegt dringende Arbeit. Diese Pandemie unter Kontrolle zu bringen und die Nation gegen dieses Virus impfen zu lassen. Sofortige wirtschaftliche Hilfe zu leisten, die von so vielen Amerikanern so dringend benötigt wird. Und dann unsere Wirtschaft wieder aufzubauen, besser als jemals zuvor. Dabei müssen wir zusammenarbeiten, um uns gegenseitig die Möglichkeit zu geben, die Temperatur zu senken. Wir mögen von verschiedenen Orten kommen, unterschiedliche Überzeugungen vertreten, aber wir teilen gemeinsam die Liebe zu diesem Land, den Glauben an seine grenzenlosen Möglichkeiten. Denn wir, die Vereinigten Staaten von Amerika, haben der Welt immer ein Beispiel für einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Wir werden es wieder tun.“

Zum Schluss seiner Rede richtet sich Joe Biden an die Familien der Todesopfer der Corona-Pandemie, für die Donald Trump in der Wut über seine Wahlniederlage in den letzten Wochen kaum Worte übrig hatte: „Heute hat unsere Nation einen traurigen Meilenstein erreicht. 300.000 Todesfälle durch dieses Coronavirus. Mein Herz geht an jeden von euch in diesem dunklen Winter der Pandemie, die ihr die Feiertage und das neue Jahr mit einem schwarzen Loch in euren Herzen verbringen müsst. Ohne die, die ihr an eurer Seite gehabt und geliebt habt.“

Joe Biden: „Das Haus auf dem Fels wieder aufbauen, der niemals weggespült werden kann“

Staatsmännisch beschließt Joe Biden seine Rede: „Aber wir hatten auch schon zuvor schwierige Zeiten in unserer Geschichte. Ich weiß, dass wir das durchstehen werden. Aber gemeinsam. So kommen wir zusammen durch diese Krise. Möge dieser Moment uns zu Beginn der harten Arbeit die Kraft dazu geben, unser Haus auf einem Felsen wieder aufzubauen, der niemals weggespült werden kann. Dies ist, wer wir als Nation sind. Dies ist das Amerika, das wir lieben und das ist das Amerika, das wir sein werden. Ich danke euch allen, möge Gott euch segnen. Und möge Gott unsere Truppen und alle, die über unsere Demokratie wachen, beschützen. Vielen Dank.“ (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Jim Watson/AFP

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