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QAnon

Donald Trump: Fans drohen mit Anschlägen am 4. März - Washington D.C. in Alarmbereitschaft

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  • Lukas Rogalla
    Lukas Rogalla
  • Tobias Utz
    Tobias Utz
  • Mirko Schmid
  • Tim Vincent Dicke
    Tim Vincent Dicke

Die US-Hauptstadt rüstet sich für mögliche Anschläge von Anhänger:innen Donald Trumps. Für die QAnon-Bewegung ist der 4. März ein besonderer Tag.

  • Planen Fans von Donald Trump und QAnon einen neuen Sturm auf das Kapitol in Washington D.C.?
  • Die Sicherheitsbehörden in der Hauptstadt der USA sind alarmiert. Die Polizei-Chefin im Kapitol spricht von einem geplanten Terroranschlag auf Joe Biden.
  • Alle Neuigkeiten zum 45. Präsidenten der gibt es in den Trump-News.

Update vom Mittwoch, 3.3.2021, 11.55 Uhr: Die QAnon-Verschwörungstheoretiker:innen glauben offenbar weiterhin daran, dass Donald Trump am 4. März erneut zum Präsidenten vereidigt werden könnte. Die Polizei in Washington D.C. und das FBI sind dementsprechend in Alarmbereitschaft. Auch das Kapitol-Gebäude soll zusätzlich geschützt werden, wie der zuständige Sergeant bekanntgab. Die Sicherheitskräfte wollen gewappnet sein, falls es erneut zu Ausschreitungen durch politische Extremist:innen kommen sollte und arbeiten in der Hauptstadt eng miteinander zusammen. Das berichtet „NBC News“.

Wie viele radikale Trump-Anhänger:innen nach am Donnerstag nach Washington kommen wollen, sei nicht klar. Auch sei man sich nicht sicher, ob es zu gewaltsamen Szenen kommen wird. Bestimmte Veranstaltungen sind nicht angekündigt. Im Vorfeld sprach die Chefin der Kapitol-Polizei von einem gezielten Terroranschlag auf Joe Biden von radikalen Anhänger:innen seines Vorgängers.

Die Sicherheitsvorkehrungen am US-Kapitol in Washington D.C. werden verschärft.

Donald Trump: Fans wollen US-Kapitol während Joe Bidens Rede „in die Luft jagen“

Update vom Freitag, 26.02.2021, 08.00 Uhr: Die Fans von Donald Trump träumen offenbar weiterhin davon, das Kapitol in Washington D.C. stürmen zu können. Nun sorgen die Aussagen von Yogananda Pittman, Chefin der Kapitol-Polizei für Aufsehen. Sie geht von einem geplanten Terroranschlag auf Joe Biden aus. Miliz-Angehörige „haben ihren Wunsch geäußert, dass sie das Kapitol in die Luft jagen und so viele (Kongress-)Mitglieder wie möglich umbringen wollen“, teilte Pittman mit.

Offenbar sei Bidens anstehende Rede vor beiden Kongresskammern als Zeitpunkt des Anschlags geplant, hieß es weiter. Das berichten US-Medien übereinstimmend. Für die Rede zur Lage der Nation steht jedoch noch kein konkreter Zeitpunkt fest. In der Regel ereignet sich diese in den ersten Monaten einer US-Präsidentschaft. Pittman plädiert für weiterhin hohe Sicherheitsstandards rund um das Kapitol in Washington D.C.

Das US-Kapitol steht nach Terror-Drohung aus Reihen der Gefolgschaft von Donald Trump unter besonderer Bewachung.

Ausschreitungen in Washington: Trump-Fans wollen „Kapitol in die Luft jagen“

Laut Pittmans Aussagen handele es sich bei den angesprochenen Milizen um Gruppen, die bereits am Sturm auf das Kapitol am 06.01.2021 beteiligt waren. Damals versuchten Fans von Donald Trump massenweise das Gebäude zu stürmen, um den Wahlsieg von Konkurrent Joe Biden zu verhindern. Bei den Ausschreitungen kamen mehrere Menschen ums Leben.

Update von Donnerstag, 25.02.2021, 14:00 Uhr: Die Anhängerschaft des rechtsextremen QAnon-Verschwörungskultes glaubt weiterhin daran, dass Donald Trump am 4. März erneut zum Präsidenten vereidigt werden könnte. Grund dafür ist der Umstand, dass dieses Datum noch bis 1933 der Tag der Amtseinführung der US-Präsidenten war, erst seither werden die Staatsoberhäupter in den USA am 20. Januar ins Amt eingeführt.

Zusätzlich befeuert wird die online vielfach verbreitete Theorie nun durch einen Tweet des United States Marshals Service. Die Marshals, welche als Behörde des Justizministeriums für den Schutz der Bundesgerichte und die Gewährleistung eines reibungslosen Betriebs des Justizwesens verantwortlich sind, verwiesen am 23. Februar auf Abraham Lincoln, der am gleichen Tag des Jahres 1861 „klammheimlich“ nach Washington D.C. „gehuscht“ war, um sich für seine Amtseinführung an eben jenem 4. März vorzubereiten.

Vermeintliche Rückkehr von Donald Trump: QAnon-Gefolgschaft feiert einen Tweet der U.S. Marshals

Der Tweet sorgte umgehend für Euphorie bei den Fans von Donald Trump und hielt als vermeintlich offizieller Beweis ihrer Theorie her. Auch wenn die U.S. Marshals daraufhin in einem weiteren Tweet klarzustellen versuchten, dass sie lediglich auf einen historischen Tag verweisen wollte, sorgt der Vorgang neben Begeisterung im QAnon-Lager auch für Verwunderung bis Entsetzen. Eine Twitter-Nutzerin schreibt: „Ich fasse es nicht, wie ihr so etwas schreiben könnt. So viele gestörte Leute glauben daran, dass Donald Trump am 4. März zurückkehrt und ihr schreibt so etwas? Das ist gefährlich.“

Die Gefolgschaft der QAnon-Bewegung glaubt noch immer daran, dass Donald Trump bald ins Weiße Haus zurückkehren wird.

Während der Ursprungs-Tweet der U.S. Marshals, welcher den Glauben der QAnon-Gefolgschaft an eine zeitnahe Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus befeuert hatte, rund 6.000 Mal weiterverbreitet wurde und knapp 15.000 Likes erhielt, fand die Klarstellung durch die Justizbehörde weitaus wenger Beachtung. Er kommt derzeit nur auf 160 Retweets und weniger als 750 Likes.

Donald-Trump-Fans wollen Kapitol erneut stürmen – wegen wirrer QAnon-Theorie

Erstmeldung von Freitag, 19.02.2021, 14:32 Uhr: Washington D.C. – Anhänger:innen von Donald Trump planen offenbar einen zweiten Angriff auf das Kapitol in der US-Bundeshauptstadt Washington. Ein demokratischer Abgeordneter des Repräsentantenhauses warnt vor den bevorstehenden Ausschreitungen.

Laut einem Bericht des Fernsehsenders CNN bleiben fast 5000 Streitkräfte der Nationalgarde bis zum 12. März in Washington, um das Kongressgebäude zu sichern. In sozialen Netzwerken und Messengern verbreite sich die Erzählung, dass Donald Trump am 4. März erneut als US-Präsident vereidigt werde, warnte Adam Smith, Vorsitzender im Ausschuss für Streitkräfte. Der Hintergrund: Vor 1933 fanden Inaugurationen nicht am 20. Januar, sondern an besagtem Märztag statt.

Fans von Donald Trump und QAnon teilen wirre Verschwörungstheorien

„Einige dieser Leute haben offenbar herausgefunden, dass der Präsident vor 75 Jahren am 4. März ins Amt eingeführt wurde. Okay, warum ist das jetzt relevant? Gott weiß, jedenfalls denken sie jetzt, dass ‚wir uns vielleicht wieder versammeln und das Kapitol am 4. März stürmen sollten‘... das geht im Internet herum“, so der Abgeordnete am Mittwoch (17.02.2021) in einem Gespräch mit Beamten des Verteidigungsministeriums.

Die Verschwörungstheorien, die derzeit auf einschlägigen Seiten und Plattformen geteilt werden, verbreiten die Erzählung, dass die Vereinigten Staaten seit der Aufhebung des Goldstandards im Jahr 1933 kein souveräner Staat mehr seien. Zudem habe es seit 1871 keinen rechtmäßigen US-Präsidenten mehr gegeben.

Seit Wochen kursieren Befürchtungen, dass QAnon- und Trump-Fans weitere Ausschreitungen in Washington vorbereiten. „Es gibt wohl unterschiedliche Überzeugungen darüber, was an diesem Tag passieren wird, aber ich vermute, viele Menschen erwarten eine Zeremonie“, sagte Julian Feeld dem TV-Sender CNN. Der Podcaster, der auf QAnon spezialisiert ist, wies zudem noch auf einen anderen Aspekt hin: Vereinzelte Trump-Fans seien davon überzeugt, dass der Sturm des Kapitols ein Teil dieser Feierlichkeiten sei.

Geplanter Kapitol-Sturm: Unterstützer:innen glauben fest an Donald Trumps Rückkehr

Zudem glaubten einige, dass auf demokratische Politiker:innen an dem Tag Prozesse vor dem Militärgericht zukommen würden. Diese müssten sich für angebliche Pädophilie und Mitgliedschaft einer bösartigen geheimen Weltverschwörung verantworten. „Im Wesentlichen glauben die Menschen immer noch, dass Trump zurückkommen und wieder Präsident werden wird“, so Feeld.

Um die Bundeshauptstadt abzusichern, bleiben etwa 4900 Truppen der Nationalgarde in Washington. „Wir arbeiten sehr eng mit dem FBI, dem Secret Service, anderen und der Capitol Police zusammen“, hieß es vom Pentagon. Man werde analysieren, wie gefährlich die Situation sei und die richtigen Maßnahmen ergreifen. Derzeit gebe es noch „keine spezifische, glaubhafte Bedrohung“, die Lage sei jedoch weiter unter Beobachtung.

Nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington ist die Nationalgarde weiterhin in Bereitschaft.

Sturm von Trump-Anhänger:innen im Januar löste Entsetzen aus

Bei der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar waren aufgebrachte Fans von Donald Trump in das Kongressgebäude eingedrungen. Dort kamen Abgeordnete zusammen, um den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden formell zu bestätigen. Mehrere Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben. Der beispiellose Gewaltausbruch im politischen Zentrum der USA löste national wie auch im Ausland Bestürzung und Entsetzen aus. (Tim Vincent Dicke, Mirko Schmid, Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © Jacquelyn Martin/dpa

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