Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Putin verstehen sich.
+
Die Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Putin verstehen sich.

Streit nach Interview

„Mörder“-Aussage von Biden: Erdoğan findet Kommentar inakzeptabel und lobt Putin

  • Tobias Möllers
    VonTobias Möllers
    schließen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan springt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Seite. Für US-Präsident Joe Biden hat er eine Belehrung.

Istanbul – Nach der „Mörder“-Aussage von US-Präsident Joe Biden über Kreml-Chef Wladimir Putin ist der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan seinem russischen Kollegen beigesprungen.

„Die Äußerungen von Herrn Biden gegen Herrn Putin ziemen sich nicht für einen Staatschef“, sagte Erdoğan vor Journalisten in Istanbul. Die Äußerungen seien „nicht akzeptabel und schwer zu verdauen“. Putin hingegen habe „mit sehr, sehr viel Intelligenz und Klasse gekontert und damit das nötige getan.“

Trotz vieler Konflikte: Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdoğan nähern sich an

Trotz vorheriger Streitigkeiten und Spannungen hat sich Erdoğan Putin seit 2016 deutlich angenähert und bezeichnet den Kreml-Chef gerne als „Freund“. Die beiden Staatschefs tauschen sich regelmäßig miteinander aus. Als Zeichen dieser Annäherung kaufte die Türkei russische S-400-Raketen und erzürnte damit Nato-Partner wie die USA. Allerdings gibt es weiterhin viele Konfliktfelder: In Syrien, in Libyen und beim Konflikt um Bergkarabach unterstützten Russland und die Türkei gegnerische Kriegsparteien.

Erdoğans Verhältnis zu Joe Biden ist hingegen äußerst kühl: Seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten am 20. Januar hat Erdoğan noch nicht mit ihm gesprochen.

Joe Biden droht Wladimir Putin wegen Einmischung bei US-Präsidentschaftswahl

Und so kam es zu der Aussage Bidens: In einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem Sender ABC News war der US-Präsident gefragt worden, ob er Putin für einen „Mörder“ halte. Der US-Präsident sagte daraufhin: „Das tue ich.“ Mit Blick auf mutmaßliche Versuche Russlands, Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr zu nehmen, sagte Biden, Putin werde dafür „einen Preis bezahlen“. Diese Aussagen lösten breites Entsetzen in Russland aus, erhielten im Ausland aber teilweise auch Zuspruch

Der russische Präsident Wladimir Putin reagierte am Donnerstag betont gelassen: „Wir sehen in einem anderen Menschen immer unsere eigenen Eigenschaften und denken, dass er so sei wie wir selbst“, sagte er in seiner vom Fernsehen übertragenen Erklärung. „Das ist nicht nur ein kindischer Ausdruck, ein Scherz. Die Bedeutung ist tief und psychologisch.“

Wladimir Putin würde „unsere Diskussion“ mit Joe Biden fortsetzen

Putin lud Biden außerdem dazu ein, „unsere Diskussion fortzusetzen, aber unter der Bedingung, dass wir dies live tun, oder wie man es auch nennt‚ online‘“. (Tobias Möllers)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare